Zum Bau der Gotthardbahn.
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delikater Natur, daß ich Sie bitte, mich davon zu dis-pensieren, sie hier nochmals darzulegen. Wenn Sie unszur Verwirklichung dieses internationalen Bedürfnissesnicht Ihre Hand reichen, wenn der Reichstag uns seineMitwirkung dazu versagt, so können wir natürlich diesesBedürfnis nicht befriedigen; wir müssen dann den übrigenbeteiligten Regierungen erklären: Der Norddeutsche Reichs-tag hat uns seine unentbehrliche Mitwirkung versagt, oderhat sie doch an Bedingungen geknüpft, welche so gut sind,wie eine Versagung, welche absolut die Wirkung einerVersagung haben. Daß dies die Wirkung der Annahmedes Amendements des Herrn Abg. Lasker sein würde,hat vorhin schon der Herr Präsident des Bundeskanzler-amts heroorgehoben, schon allein aus der formalen Rück-sicht, daß bei dem nahe bevorstehenden Schluß der Ver-sammlung es nicht möglich sein würde, bei der Annahmedieses Amendements ihm die formale Vollendung nochzu geben. (Abg. Lasker: Doch!)
Aber auch wenn das möglich wäre, so würde dochdurch die Stellung eines Präklusivtermins zum 15. Aprildes nächsten Jahres dem ganzen Vertragsverhältnis,welches zwischen verschiedenen Staaten, dem ganzen Ein-verständnis, welches zwischen verschiedenen Ländern mühe-voll geschaffen ist, wiederum auch ein Auflösungstermingestellt werden. Es sind ja vielfache Versuche von vielenSeiten gemacht, dieses Unternehmen zu verzögern unddurch die Verzögerung zu töten. Es waren gegenüberden italienischen Regierungs- und Bevölkerungskreisensehr erhebliche Rücksichten und Interessen gegen den Bauder Gotthardbahn thätig; man hat die Hoffnung hegenkönnen, daß an dem Präklusivtermin, der der Dauer desAbkommens zwischen Italien und der Schweiz gestellt war,