Druckschrift 
3 (1886) Die Begründung des Norddeutschen Bundes : 1866 - 1867
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

Die Bundeskommissarien. Eine Rednertribüne!

97

Ich beauftrage den Finanzminister Frhn. v. derHeydt, den Kriegs- und Mariuemiuister Generalder Infanterie v. Noon, den Blinister für Handel,Gewerbe und öffentliche Arbeiten Grasen v. Itzeil-st litz, den Minister des Innern Grafen zu Eulen-burg und Meinen Wirklichen Geheimen Rat v. Sa-ni g n y unter Ihrem Vorsitze (die Ordre ist nämlichan mich gerichtet) in Gemeinschaft mit denjenigenVertretern, welche von seiten der übrigen verbündetenRegierungen zu diesem Zwecke werden ernannt wer-den, die Verhandlungen mit dem Reichstage desNorddeutschen Bundes behufs Feststellung der Bundes-verfassung zu führen und sehe Ihren Anträgen ent-gegen für den Fall, daß ein Bedürfnis der Ernen-nung noch andrer Kommissarien eintreten sollte.

Berlin, den 23. Februar 1867.

(gez.) Wilhelm,(gegengez.) Graf v. Bismarck.

Mit Rücksicht auf eine kurze Erörterung, die vorhinwährend meiner Abwesenheit stattgefunden hat, erlaubeich mir, hieran die Bemerkung zu knüpfen, daß diejenigenBundeskommissarien, welche von seiten der übrigen mitPreußen verbündeten Regierungen ernannt werden, nachdieser Ordre und nach der Meinung Sr. Majestät desKönigs hier mit denselben Rechten und Befugnissen ihrenSitz eiunehmeu, wie die preußischen Kommissarien, undauch ihrerseits im Namen der Regierungen, von denensie Vollmacht tragen, den Verfassungsentwurf zu ver-treten und über seine Annahme mit dem Reichstage zuverhandeln berufen sein werden.

Namentlich von seiten des Abg. Windthor st, der an diesemTage seine erste Rede im Deutschen Reichstage hielt, wurde diese«2 7