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3 (1886) Die Begründung des Norddeutschen Bundes : 1866 - 1867
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Vorwort zum dritten Band.

böse Konfliktssturm der ersten Sechziger Jahre hatte sichgelegt, doch immer noch drohte dem jungen deutschenVölkerfrühling und seinem Baldur der ertötend eisigeHauch eines frostigen egoistischen Parteitums, eines er-starrenden Partiknlarismus, noch immer hatte das Dich-terwort Geltung:Und soll dir's gelingen, so mußt dusie zwingen!" Wir verstehen die Klage unsres Staats-mannes im konstituierenden Reichstage, wie furchtbarermüdend und gelegentlich entmutigend es sei, mit fünf-undzwanzig deutschen Negierungen über jeden einzelnenTitel des Verfassungsentwurfs eingehend tagelang zu be-raten und dann genötigt zu sein, im Reichstage sichüber dieselben verdienstvollen Errungenschaften von Leu-ten,die nichts von der Sache verstehen" und die inder Stunde der Gefahr weit ab vom Schüsse waren, sichSottisen sagen zu lassen".

Was denPräsidenten der Bundeskommissarien"

dies ist der offizielle Titel Bismarcks während derVerhandlungen über die Norddeutsche Bundesverfassung

trotz mehrfacher schwerer Krankheitsfälle immer wie-der sich aufraffen und alle bösen geschäftlichen Verdrieß-lichkeiten überwinden half, das war die unerschütterlicheVasallentreue gegen den königlichen Herrn, die feste Zu-versicht und das Vertrauen in die eigne Stärke undEinsicht, und endlich der Glaube an die Zukunft desgeliebten Vaterlandes:Heben wir Deutschland in denSattel reiten wird es schon können!"

Möge dieser dritte Band der Reden unsres großenStaatsmannes demselben Wohlwollen im deutschen Volkebegegnen, wie es die beiden ersten gefunden haben.

Or. W. SölM.