Die deutsche Frage.
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von Preußen gewollt und habe sich nur in den Mittelnvergriffen. Ich habe vor Jahr und Tag von dieser selbenStelle aus meine Ueberzeugung ausgesprochen, daß dieUnion an sich nicht lebensfähig sei, daß sie mir steüöerschienen als ein zwitterhaftes Produkt furchtsamer Herr-schaft und zahmer Revolution. Ich habe bis jetzt nochnichts herausgefnnden, was diese tief im Volke lebendeUeberzeugung widerlegt hätte, und der Adreß-Entwurfenthält keinen kolossaleren Irrtum, als in dem Passusüber die Befriedigung, mit welcher das Volk die Unions-bestrebnngen ausgenommen habe. Aus dem Fallenlassendieses Unionsprinzips ist heute von dieser Stelle ausdem Ministerium der Vorwurf der Inkonsequenz mitbitteren Worten gemacht worden, von dem Abgeordnetenfür Aachen. Ich möchte namentlich diesen Herrn daranerinnern, daß sich selbst Privatleute in dem Falle befindenkönnen, inkonsequent zu werden, und was sie früher fürUnrecht hielten, später nach den Umständen für Recht haltenzu müssen. Ich mache niemand damit einen Vorwurf, ichhalte es für männlich und offen, seinen Irrtum anzu-erkennen, aber nicht das halte ich für männlich, dem-jenigen einen Vorwurf darüber zu machen, der vonseinen: Irrtum zurückgekommen ist. Ich will nur dar-auf noch Hinweisen, daß es viel leichter ist, Privatver-hältnisse konsequent in seiner Hand zu behalten, als die-jenige», welche unter veränderten Umständen die Schick-sale eines Landes von 16 Millionen berühren und regeln.Ich will ans die Idee der Gültigkeit oder Ungültigkeit derUuionsversassung hier nicht zurückkommen, wir haben dasin Erfurt hinreichend besprochen, ich habe wie damalsdie Ueberzeugung, daß sie rechtsgültig bei uns, Gott seiDank, nicht besteht, und wenn sie bestände, so wäre sie