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1 (1885) Der Abgeordnete von Bismarck-Schönhausen : 1847 - 1852
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50 Der Abg. v. Bismarck-Schönhausön 1847—1852.

im letzten Jahre mehr gemißbraucht worden, als dasWort „Volk". Jeder hat das darunter verstanden, wasgerade in seinen Kram paßt; gewöhnlich einen Haufenvon Individuen, die es ihm gelungen war, für seineAnsicht zu gewinnen. Das wahre preußische Volk hatin der letzten Zeit viel Geduld gezeigt und große Leicht-gläubigkeit gegen diejenigen, die sich seine Freunde nennen.Aber in der Abstimmung über die Adresse, die uns vor-liegt, wird das Volk Material genug erhalten, sich dar-über aufzuklären, wer zwischen ihm und seinem Frieden,wer zwischen ihm und seinem Rechte steht. (GemischtesBravo.)

Das Resultat der Abstimmung mar die Verwerfung der Auf-hebung des Berliner Belagerungszustandes mit 187 gegen 148Stimmen.

8. De» MürzredeUeil keine Ämiiestie!

22. INärz 1849.

Zu der mehrfach erwähnten Adresse an den König beantragtendie Abgg. Mätze, Zorn und Töbe, sowie ferner die Abgg. d'Esterund Thiel verschiedene Amendements, welche sämtlich darauf Hin-nusliesen, der König möge für alle, seit dem 18. März 1848 be-gangene politischen Verbrechen und Vergehen volle Amnestie ge-währen. Im Verlauf der sehr erregten Debatte bedauerte der Abg.Waldeck, daß es nicht mehr gestattet sein solle, gegen das Spionier-system der Beamten zu sprechen. Darauf erwiderte in einer fakti-schen Berichtigung der Abg. v. Bismarck:

Meine Herren! Ich habe zwar nicht die Absicht,über das Spioniersystem der Beamten zu sprechen, undhätte daher auch nach der Meinung einiger der HerrenAbgeordneten hier gar nichts zu thun; ich .will Sieaber doch mit einigen Worten behelligen, und zwar gegendie Amnestie-Frage. Nicht aus Uuversöhulichkeit gegen