-4-1. Der Nbg v. Bismarck-Schönhausen 1847—1882.
ihr eingeschlagenen Wege unterstützen, nm die Revo-lution, d'ie uns alle bedroht, zu bekämpfen. Sie würdenvielleicht besser thun, wenn Sie einen an§ Ihrer Mittewählen, etwa einen von den Herren Fabrikanten oderKaufleuten, der Ihre Verhältnisse kennt und das Interesseseiner Vaterstadt besser vertreten würde, als ich es ver-mag. Wenn Sie einen solchen finden, der zugleich un-abhängig und unparteiisch genug ist, um die Sache desLandes über jedes andre Interesse zu stellen, und demseine Privatverhältnisse erlauben, ihm in diesem Augen-blicke seine ganze Thätigkeit zu widmen, dann trete ichzurück. Wenn Sie aber in der Kammer einen Vertreterwünschen, der fest entschlossen ist, die Sache des Vater-landes zu seiner eignen zu machen, ihr mit redlichemWillen aus vollem Herzen und ganzen Kräften zu dienen,und dessen nächstes Streben darauf gerichtet sein wird,die alten Bande des Vertrauens zwischen der Krone unddem Volke wieder fester zu knüpfen, damit Gesetz undOrdnung walte, damit der Wohlstand und das gemein-same Interesse aller friedlichen Bürger gefördert werde,dann richten Sie Ihr Auge auf mich! Das sind meineAnsichten: wenn Sie dahin mit mir einverstanden sind,dann bitte ich um Ihre Stimmen!
ii. lieber parlamentarischen Anstand.
20. März 1849.
In der Sitzung der Zweiten Kaminer vom 20. März äußertein der Debatte über den Entwurf einer Adresse an den König derAbg. v. Kirchmann sich unter andern,, der alte Kirchenvater Augustinhabe die Tugenden der Heiden als glänzende Laster bezeichnet undmit vollem Rechte könne man auch die politischen Tugenden des