Druckschrift 
1 (1885) Der Abgeordnete von Bismarck-Schönhausen : 1847 - 1852
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

Eine Wahlrede.

43

außerordentliche Geldbedttrfnisse ans eine andre Weiseaufzubringen, als durch freiwillige Allleihen, oder wenndas nicht thnnlich ist, durch solche Steuern, oder ge-zwungene Anlehen, über deren Veranlagung und Maßstabman sich zuvor ganz genall und in rechtsverbindlicher Artmit deil Ständen geeinigt hat. Nur unter dieser Bedingungkann ich mich damit einverstandeil erkläreil, die 15 Mil-lionen für die Mobilmachung der Armee zu bewilligen;natürlich unter der Voraussetzling, daß diese Summeilild jeder Teil derselben zu keinem andern Zwecke, alsdem genannten verwandt werden darf und, insoweit erhierzu nicht gebraucht wird, disponibel bleiben muß.Jil Betreff der ferneren Garantie für 25 Millionenstimme ich für entschiedene Ablehnung derselben, weilich nicht glaube, daß durch eine derartige Unterstützungder Industrie, die schon an Ueberproduktion wegen Man-gels an Konsum leidet, die Ruhe im Lande auf dieDauer gesichert werden kann, und daß damit nichtsweiter geschehen würde, als diese oder eine geringereSumme dem Vermögen der Steuerpflichtigen zu ent-ziehen, um sie iil deil bodenlosen Brunneil der Bedürf-nisse einer wankenden Industrie zu schütten.

5. Eine Wahlrede.

2. Februar 1849.

In das Frankfurter Parlament und die Preußische National-versammlung wurde Herr v. Bismarck nicht gewühlt, dagegen wurdeer im Februar 1849 zum Abgeordneten der Zweiten Kammer despreußischen Landtags für den Wahlkreis Westhavelland-Zauche auf-gestellt. Am 2. Februar hielt er in Rathenow folgende Wahlrede:

Meine Herren! Wer es aufrichtig mit dem Vater-lande meint, der muß jetzt die Negierung auf dein von