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1) Der Absolutismus im Staate, tu der Kirche,iu der Schule, der politische, der religiöse, derpädagogische Absolutismus.
Der politische, welcher nur souveräne Herreu und Unter-thauen setzt, läßt iu diesen den selbständigen, freien, männlichenCharakter, die Selbstthätigkeit im weitesten Sinne des Wortes,das Selbstvertrauen, die schöpferische Kraft im Menschen, nichtaufkommen, wenigstens in der gedrückten Mehrzahl nur spärlichgedeihen. Die ineisten Menschen fühlen außerdem den Druckvieler Verhältnisse. Im absolutistischen Staate befiehlt einer,die ander,: gehorchen. Die meisten von denen, welche die „höchsteBildung" erlangt haben, die sogenannten Studierten, wendensich dem Beamtenstande zu. Der Beamte steht in größerer Ab-hängigkeit, als die übriger Bürger. So kommt es, daß dieGebildetsten auch die Abhängigsten sind, und dieses hat zur Folge,daß die Abhängigkeit in: Leben, welche sich der Gesinnung mit-teilt, als eine Eigenschaft, als ein Merkmal der Bildung an-gesehen wird und sich mit dieser verbreitet.
Man begebe sich z. B. nach Hamburg! Durchschnittlich istdie Bildung hier gewiß nicht größer, eher geringer, als inmanchen ander,: Städten. Aber dort ist die Selbstthätigkeit vielgrößer als hier. Die Hamburger regieren sich selbst, sie hängenvon keinen: Herrn ab, sie mache,: sich selbst ihre Gesetze; wassie sich nicht selbst schaffen, das haben sie nicht. Wollen sie eineKirche haben, so müssen sie sich dieselbe selbst bauen; es ist keinFürst da, der sie unterstützt, der „Staat" kommt ihnen nicht zuHilfe, sie selbst sind der Staat. Der Absolutismus wirkt aufdie freie Ausbildung männlicher Charaktere nachteilig. Er läßtsie nur zu in vorgeschriebenen Formen, zu einseitigen Zwecken,z. B. in dem Handwerk des Kriegers. In reiner Ausprägungschafft er die Soldateska. Unter seiner Ägide treten daher diekräftigsten Naturen in den Kriegerstand. Alle andern leidenunter der allgemeinen Beengung. Die an: ,„eisten Wissenden,die „Gebildetsten", sind oft die servilsten. Ihr Vorbild trägtsehr viel zur Ausbreitung serviler Gesinnung bei. Der Servi-lismus ist keine Folge wahrer, sondern einseitiger und verkehrter