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stufe. Wir erkennen dieses an dem sonderbaren, in Erstaunensetzenden Gemisch von politischen und religiösen Ansichten. Nurbei konsequenten, einheitlich dnrchgebildeten Menschen kann manvon den einen auf die anderen einen Schluß machen.
Der Ursprung der absoluten Religionen ist die Hierarchie,die Herrschsucht; sie sind von Hierarchen erfunden worden.*Ihrem Ursprünge gemäß erzeugt auch jede absolute Religion inihren Dienern hierarchische Gelüste. Sie sind Verkündiger un-abänderlicher Lehren, welche unbedingte Unterwerfung verlange».Ihre Diener verlangen diese in dem Namen ihrer Herrin. Des-halb sagte Luther ganz richtig: „Es ist kein Pfäfflein noch soklein, es steckt ein kleiner Papst darein." Nach einer Richtunghin Sklave, ist er Despot in der anderen. Die menschliche Naturrächt jede Unbill. Lebt in dem Diener einer absoluten Religionkeine Herrschsucht, so ist sie durch andere Momente getilgt,z. B. durch allgemeine Bildung; sie ist dann nicht mehr da trotzdes Absolutismus des Bekenntnisses, wird durch eine andere,stärkere Macht gebunden gehalten.
(Der Lehrer erkennt hier schon in: stillen von selbst denWiderspruch einer Stellung dieser Art mit seiner pädagogischenAufgabe, welche ihn: nicht nur gebietet, dem Subjekte zu dienen,sondern dasselbe von innen heraus zu entwickeln. Dieses nurbeiläufig. Aber von allen Seiten und bei allen Untersuchungenwird man, man mag wollen oder nicht, zu derselben Überzeugunghingestoßen.)
Wenn die notwendigerweise hierarchisch gesinnten Ultramon-tanen den Absolutismus einer Regierung bekämpfen, wie wirdas zun: Teil unter uns erlebt habe::, so bewirkt das nicht derreligiöse Absolutismus, sondern andere Momente bringen eshervor: entweder die Herrschsucht überhaupt, welche sich auch überdas politische Gebiet verbreiten will, oder der Umstand, daß die
* In der geringen Entwickelung, in der sinnlichen Roheit einesVolkes liegt dafür eine Art von Entschuldigung. Solange die Wahrheitan sich noch keinen Eindruck macht, scheint es für sie einer höheren Autoriätzu bedürfen. Moses, Muhamed! Die Wahrheit, die Liebe rc. sind göttlichePrädikate, weil sie an sich göttlicher Natur sind.