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Wissen einmal vorausgesetzt, das Wissen — das Können? Leideraber muß man selbst in diesem Falle wieder eine Frage thun:Ist das rechte Wissen möglich ohne Anschauung der Praxis,ohne Beteiligung an derselben? Kann das rechte Wissen mit-geteilt werden, kann inan es durch Vortrag und Hörensagen ge-winnen, kann man es empfangen? Giebt es wahre Lehr-kunde ohne Lehrkunst? — Man frage, wenn man es nichtweiß, der: Arzt, den Künstler, den Militär, oder wen inan will,z. B. auch den praktischen Lehrer.
Dieselben Männer, wenn es Direktoren sind, welche bei allemdiesem an beschränkte Schulmeisterten, gemeine Dressur u. s. w.denken, würden nachher, wenn sie eine Anschauung davon erhielten,was durch die Bildung der für sie bestimmten Lehrer durch dierechte Anleitung uä Iioe geleistet würde, dein, den sie jetzt viel-leicht verächtlich anblicken — die Hände küssen. Und die Elternso vieler Schüler, welche jetzt sitzen bleiben, versauern und ver-kommen, würden mit Recht und gewiß mit freudigstem Dankeei» stilles Ds Osuin anstimmen. Also Bildung uck üoo, wohinsie gehört, nämlich überall da, wo es auf ein spezielles Geschäftlosgeht.
Desgleichen auf dem weiteren Schulacker: Bildung ack üoo,wo es um das immer bessere Leruen der Lektion gilt, wo esauf die Fortbildung der Lehrer ankommt. Hier beschränken wirunsre Forderungen auf die Volksschullehrer wegen ihrer eigen-tümlichen, beschränkten Verhältnisse, wegen der Schwierigkeit ihrerAufgabe, wegen des Umstandes, daß die Volksschule ein in steterEntwickelung begriffenes Institut bleiben muß, wie das lebendigeLeben selbst, dem sie zu dienen hat. Lieber gar keine, als einestagnierende Volksschule. Dieselbe muß sich harmonisch und engan das Leben anschließen, dein Volke müssen die verbesserten Lehr-mittel und Methoden sofort zu gute kommen, und der Lehrer derKleinen muß, um ihnen zu genügen, in Lebensfrische und Jugend-heiterkeit erhalten werden. Diese Zwecke hat die Inspektionder Volksschule. Es ist ein unzweckmäßiger Name und seineeigentliche Bedeutung schadet. Auch ist es entwürdigend füreinen Stand, wenn man ihn besonders inspiziert, ohne ihm da-
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