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zwar einen vernünftigen Menschen dies etwas miß-iranisch gegen die Sache machen, wenn das Glanbenanbefohlen oder angenötigt wird." —
„Demnach muß alles Denken freien Lauf haben, wenn wirder Wahrheit näher kommen wollen, die sich durch ihre eigeneKraft mehr und mehr ausbreiten muß, durch Forschungs-zwang aber uns vorenthalten wird. Schäme dich,Vaterland!" —
„Der wahre Glaube wird diesen guten Schafen (den Kin-dern) nicht abgesprochen; denn dazu wird nur erfordert, daß siesich kein Bedenken machen, gewisse Redensarten nachzusprechen,die ihnen vorgesprochen werden. Sekte wird von folgen(sogui) benannt, weil alle, ohne sich umzusehen, dem Führerfolgen, der sie gegen den bösen Unglauben ans das Angelegent-lichste warnet." —
4. (1791, S. 487): „Welche Verwirrung der Begriffe, welchetraurige Konsequenz! Also soll die bequeme Annahme einer vonandern entdeckten Wahrheit — Glückseligkeit und Tugend be-wirken, nicht aber eigner Geist, selbstangewandte Vernunft, selbst-geübte Kräfte? — Wenn nur nicht auch manche Protestanten sodächten!" —
5. 1799, S. 466 ff. liefert v. Rochow einen sehr beherzi-genswerten Aufsatz über und gegen den frühen Gebrauch desLutherischen Katechismus bei dein Schulunterricht der Kinder.
„Wo mich nicht alles trügt, so ist der frühe Gebrauch derKatechismen in den Schulen, welcher den Verstand der Kinderverwirrt und die schädliche Idee veranlaßt, im Auswendig-lernen nicht-verstandner Worte bestehe die Reli-gion, und welcher ihnen daher in der Folge das Religiöse ver-dächtig und zum Ekel macht, eben die Quelle der so weitherrschenden Jmmoralität. Und ich halte mich zu dieser Äußerungum so mehr berechtigt, da Erfahrung von fast 30 Jahren anHunderten von Kindern mich belehrte, daß, wenn beim Unterrichtjunger Kinder eine natürliche, näher zum Zweck führende Me-thode gewählt wird, solche Kinder daun auch im ganzen bessergeraten. — Doch, wer verlangt wohl bei einer so klarenSache noch mehr Gründe?" —