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bei der gewiß himmelschreienden Barbarei, durch welche eineMutter veranlaßt wird, das Kind ihres Herzens zu verstoßen,um ein fremdes au ihre Brust zu legen, nicht stark genug undnicht zu oft wiederholt werden. Schreckliche Dinge geschehen auchnoch unter unfern Augen. Jene Wahrheit hat Pestalozzi zwarauch ausgesprochen, aber es wäre wenig, wenn er nicht mehrgethan, nein, er hat, wie kein anderer, keiner vor ihm und keinernach ihm, empfunden und erkannt, wie die Bildung des Menschen,das Fundament derselben, das Tiefste der Gemüts- und Herzens-,wie der Anfang und Grund der Geistesbildung, in den Händender Mütter liege; — mehr, er hat gezeigt, in welcher Weise dieBegründung der Frömmigkeit und Gottesfurcht geschehe uud wiedas Fundament der Geistesbildring zu legerr sei. Pestalozzi hatmit deutscher GemütStiefe uud Gründlichkeit den Wert und dieBedeutung der Wohnstube erkannt und an das Licht gebracht,er hat die „Wohnstubenkrast" entdeckt, er hat gezeigt, worin sieliege und wie sie verstärkt werde. Dieser Gegenstand verfolgtihn, begleitet ihn auf allen seinen Schritten, er schwärmt fürdenselben. Diese Ergriffenheit für den Segen der stillen Er-ziehung durch eine gemütstiefe Mutter ist einzig irr ihrer Art.Es ist nicht möglich, daß ein Leser der Pestalozzischen Werkedavon nicht ergriffen werde. Das Ideal seiner Anschauungist die „Gertrud". Er schildert ihr Wesen und Walten in tausendBariationen, nicht jbloß in seinem unübertroffenen Volksküche„Lienhard und Gertrud", nicht bloß in seinen: berühmten metho-dischen Werke: „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt", nein, an vielenandern Orten und Stellen. Die Pestalozzische Gertrud ist einwahres Ideal mütterlicher und häuslicher Thätigkeit. Sehen Sie,geehrte Frauen, dafür sind Sie Pestalozzi einen besonderenDank schuldig; er, der Mann, hat Ihnen in lebendigen, kon-kreten Bildern die Herrlichkeit des Lebens einer Mutter undGattin vor die Augen gestellt. Und Sie wissen und empfinden es,wie das für solches Wirken empfängliche Gemüt durch wahreDarstellung eines solchen Lebens für dasselbe ergriffen und ent-zündet wird! Wer jene Gertrud noch nicht angeschaut haben sollte,er eile! Sie ist und bleibt ein hehres und reines Bild. Ob sie