Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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199
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Alle seine Bestrebungen konzentrierten sich in dem einen Ge-danken, die Humanität ansznbreiten. Also auch wir, wenn mirseine Jünger, echte Pestalozzianer, sein wollen. Der Humanismusist der echte, wahre Sozialismus, ist das Wahre in dem Kom-munismus. Wenigstens wir Lehrer haben auf nichts andereszu sinuen. Wie zu seiner, d. h. zur rechten Zeit reife Früchtevon dem gesunden Baume herabfallen, den: Menschen in denSchoß fallen, so erntet die Menschheit die edelsten Früchte vonden: Bestreben, die Humanität auszubreiten. Es bedarf nicht,wenigstens von unserer Seite nicht, des direkten Strebens nachandern, hohen, aber äußerlichen Gütern. Sie fallen uns vonselbst ^zu. Sie gleichen dem Ruhm. Wer ihm nachjagt, werbei seinein Streben an ihn denkt, er hat ihn nicht und er be-kommt ihn nicht. Er ist eine notwendige Folge des wahrenStrebens. Also betrachte ich das Ringen nach allem Äußeren.Denken wir nur auf die Entwickelung und Ausbreitung desHumanismus! Pestalozzi ist uns darin mit leuchtendem Erempelvorangegangen. Er dachte nichts anderes, er lebte darin, erging darin auf, er duldete und litt für sein Streben, er starbfür diese Idee.

Und so wollen wir es auch machen. Jeder auf Humanität,auf naturgemäße Entfaltung, freie Entwickelung der Menschen-kraft, Erhöhung des Daseins aller Klassen der menschlichenGesellschaft hinzielende Gedanke, Vorschlag, Verein finde in unsthätige Mitglieder! Jede ans das Gegenteil abzweckende Meinung,Tendenz, Einrichtung finde in jedem von uns einen Gegner,und zwar einen lebenslang reagierenden, einen unermüdlichenGegner! Gleich dem großen, unsterblichen Manne, dem wirheute huldigen, wollen wir denken, streben, wirken, für die all-seitige Ausbreitung des Humanismus wirken, darum uns jederArt der Inhumanität entgegenstenunen, und, ebenfalls gleich ihm,für unsere Ideen, wenn es sein muß, dulden und sterben.