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2 (1890)
Entstehung
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in der inneren in: Menschen. Ihn: war die Menschennaturheilig, heilig ihr Wesen, heilig ihr Ziel, heilig das Gesetz inihrem Walten. Die menschliche Bestimmung, die Mittel, die zuihr hinführten, die Erziehung und der Unterricht, das Kind warenihn: heilige Gegenstände. Für sie zu wirken war das Ziel seinerheißesten Wünsche. Was aus ihm persönlich werden möge, warihm gleichgültig, wenn er nur dazu beitragen konnte, für seineHeiligtümer zu wirken. Er trug die menschlichen Geschicke inmariner Brust; am nächsten standen ihm, wie ich schon sagte, dieUnglücklichen, die Armen. Von den Übeln der Zeit, von denKnlturverderbnissen, von den Abirrungen von der Natur, kurzvon der Summe der sozialen Übel hat sich nie ein Mensch mehrgetroffen gefühlt, als Pestalozzi. Alle seine Bestrebungen fürErziehung und Unterricht hatten diese Quelle, dieses Ziel. Schonin jungen Jahren war er von der Überzeugung durchdrungen,daß das Los der Armen und Unglücklichen, das Wohl des Volks,zwar auch durch andere Mittel, aber vorzugsweise durch einebessere Erziehung gehoben und veredelt werden könne. Er wolltedem Volke helfen, er wollte ihm durch Erziehung helfen. Dieseswar der aus jenem Grundgefühl entspringende GrundgedankePestalozzis. Ihn muß man festhalten, um den Gang seinesLebens und seiner Schicksale, sein Thun und Lassen, selbst seineVerirrungen zu begreifen. Er war ein Mann des Volkes, erwollte das Volk erziehen, die Volksjugend erziehen.

Seine absolute Verehrung vor der Natur sagte ihn:, daßman sich bei aller Einwirkung auf die Natur, auf die Kinder, dasVolk an die Natur anzuschließen habe. Mit Rousseau er-blickte er das Grundübel, das auf der Menschheit ruhe, in derAbweichung von ihren großen, ewigen, weisen Gesetzen, Vor-schriften und Winken, iltatürliche Verhältnisse wieder herzustellen,dein Zivilisationsverderben, oder, wie er sich auszudrücken liebte,den:Nerkünstelungsverderben" durch Einlenkung in natürlicheBahnen entgegenzntreten, sich bei aller Einwirkung auf Kinderan die Natur anzuschließen, war daher nicht nur sein Bestreben,sondern die eigentliche Aufgabe seines Lebens. NaturgemäßesVerfahren erkannte er als den Inbegriff aller pädagogischenWeisheit. Darum widmete er sich mit wahrhaft religiösem