Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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das ist das Ziel inenschlich leben, Menschen werden. Diesmuß der Wille eines jeden sein. Nichts, was menschliches Wohlbetrifft, darf an irgend einem ohne Teilnahme vorüber gehen.Das alte Wort: domo 8::m, nibit linmani a M6 alisuuni puto(weil ich ein Mensch bin, so berühren mich alle menschlichenInteressen) ist nur zn oft auf leere Spielereien oder selbst zurBeschönigung des ordinärsten Treibens mißbraucht worden; jetztwird jedem die Gelegenheit geboten, es zu einer Wahrheit znmachen. Darum mit Vertrauen vorwärts! Auch mit Vertrauenzu der Regierung! Von Bürgern im Verein mit Beamten istder Gedanke ausgegangen. Beide Klassen werden ihr Wort lösen,Hand in Hand fortschreiten. Der moralische Einfluß wird auchin dieser Beziehung von unberechenbaren Wirklingen begleitet sein.Die Regierung kommt den Bürgern mit Vertrauen entgegen.Wie Mißtrauen von der einen Seite sofort Mißtrauen ans derandern weckt, so ruft dagegen auch Vertrauen ans der einen dasVertrauen auf der andern Seite hervor. In dieser, wie in allenandern Beziehungen darf man daher dem Ganzen das Prognostikonstellen, daß der Gedanke an ein Nationalwerk hier nicht, wieso oft, sich als täuschende Illusion Herausstellen werde.

Ich bin zu Ende. Ich habe nur noch, da wir dem Tageeiner zweiten Generalversammlung, in welcher das Statut desBerliner Lokalvereins geprüft werden soll, entgegengehen, dieGesichtspunkte zu resümieren, welche bei der Beurteilung überdie Zweckmäßigkeit des ganzen Statuts und seiner einzelnenParagrapheil den Ausschlag geben müssen.

Wir erwarten von diesen: Statut:

а) engen Anschluß au den Zentralvereiu durch Aufnahmeder von ihn: gestellte,: Prinzipien und Tendenzei:;

б) selbständige, auf die Örtlichkeit Berlins berechnete Or-ganisation ;

e) Formen, welche jeden: Bürger Berlins, der sich dazuberufen fühlt und dazu die Befähigung besitzt,nicht nur persönliche Teilnahine, sondern persönlicheThätigkeit gestatten, durch Wort und That.