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Überzeugung ist das Werk begonnen worden, mit dieser Über-zeugung wird es fortschreiten und vollendet werden. Möge jeder,der ein Herz für das Wohl seiner Mitmenschen hat, dieselbeÜberzeugung in sich aufnehmen und zu dem großen Zwecke eingeringes Opfer bringen. Dann wird der Verein — bald alsein großes Nationalwerk dastehe»."
Diese Worte bedürfen keines Kommentars; sie sind an undfür sich klar und ergreifend.
Die arbeitenden Klassen sollen geistig gehoben werden. Istdazu eine materielle Grundlage erforderlich, so ist sie doch nurGrundlage des Gebäudes, nicht das Gebäude selbst. Der Geistwird nur aus dem Geiste geboren. Großes, unübersehbar, imeigentlichen Sinne des Wortes unmeßbar Großes leisten nur:Glaube und Vertrauen. Nur sie gebeu den Blut zuin Beginn,wie zur Fortsetzung. Wem sie fehlen, der wird sofort die Lösungdes Probleins für reine Chimäre erklären. Wer Berge versetzenwill, muß nicht nur den Glauben an ihre Versetzbarkeit mit-bringen, sondern auch von dem Vertrauen belebt werden, daßer dieselben versetzen oder sie mit andern versetzen könne.Wir wünschen daher allen, die das Werk mit angreifen, zuoberstVertrauen zu der göttlichen Vorsehung, welche „will, daß allenMenschen geholfen werde" — Vertrauen zu der Menschen-natur, auch zu der Natur im gesunkenen Menschen, daß auch inihm noch ein menschlicher Funke lebe, der zu einer belebenden,regenerierenden Flamme angesacht werden könne — Vertrauenzu den Mitbürgern und zu der deutschen Nation überhaupt, die,gleich andern, mit den vorzüglichsten Gaben ausgestattet ist.„Die Natur ist redlich," sprechen im Verein zwei der größtenMänner unsers Volkes (Schiller und A. von Humboldt,der eine ebenso ausgezeichnet durch Geistes-, wie der anderedurch Naturkunde). Die Natur erweckt keine Triebe undBedürfnisse, ohne die Mittel der Befriedigung zu gewähren.Dieses große Gesetz gilt von ganzen Nationen, wie von einzelnenIndividuen. Welches menschliche Werk wäre darum der Ver-einigung der Menschenkräste unmöglich?
Jeder ist darum zur Mitwirkung berufen. Alle sollen
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