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Ermunterung, Beispiel und Exempel nicht fruchten, nur da, wodie ernste Pflicht es erheischt, wendet er ernstere Mittel an; all-überall ist es sein Streben, als gewissenhafter Vater seiner Kinderzu handeln; ihr Gedeihen ist seine Freude, sein Glück; iu ihmerblickt er den Segen seines schweren Berufes, täglich erfleht erihn sich von Gott, nnd mit dankerfülltein Herzen blickt er zuihm, dem Geber alles Guten, zu dem, an dessen Segen allesgelegen ist, und ohne den die Wächter des Hauses umsonstwachen, auf, wenn ihm unter göttlichem Beistände etwas ge-langen ist!
Die Schule ist aus einem finstern Kerker nnd Zwinger eineMenschenbildungsanstatt geworden. Wo die Kinder sonstmir mit Qual weilten, da sind sie jetzt am liebsten. Bedenkeman nur, was für Folgen diese veränderte Stimmung der Kin-der für Herz nnd Leben haben muß! Wie viele Millionen Thränenfließen nnn jährlich weniger über Kinderwaugen! In Deutsch-land allein besuchen mehr als 5 Millionen Kinder zugleich dieVolksschulen. Ist die Begeisterung für eine so vielen zu gutkommende Angelegenheit eine phantastische Schwärmerei? Mußnicht im Schulfache alles für wichtig angesehen werden?! Ja,mit Freude und mit Stolz sage ich es, da ich selbst ein Lehrerbin: Nirgends lieber sind in der Regel die Kinder heutiges Tages,als in der Schule; des Morgens und des Nachmittags könnensie es nicht erwarten, bis die Zeit des Abmarsches zur Schuleda ist, und gern vergessen sie das Frühstück, um nur nicht zuspät zur Schule zu kommen. Wie war das sonst! Wie schlepptenda nicht selten Väter und Mütter ihre brüllenden Kinder zurSchule! Und was wartete ihrer hier! — Nein, Gott segne dieMänner, welche dazu beigetragen haben und noch dazu beitragen,daß den Kindern die holde Frühlingszeit, die nimmer wieder-kehrende — die glückliche Zeit unschuldsvoller Jugend nicht mehrdurch den finsteren, barbarischen Ernst pedantischer Schuldespotengetrübt wird, sondern daß die Schule ein Ort ist, wo sie inmilder und ernster Weife zu allem, was gut ist und wohllautet,angeleitet werden, ein Ort, in dem selbst ernste und denkendeMänner, pädagogisch gesinnte Kinderfreunde, die schönsten Stun-den ihres Lebens genossen zu haben bekennen! Ans so beschaffenen