hindern, das Echte, Wahre in ihm als Lehrer anzuerkennen; nichthindern, eine bestimmte Gestaltung des Lehrerlebens und Lehrer-bewnßtseins von ihm zu fordern, ihm das Recht darauf zu »in-dizieren, ihm den bestimmten Habitus vorzuzeichnen.
Aber noch ist es nicht an der Zeit, über das Popanzartigehimvegzusehen. Nicht darum, um uns an demselben zu weiden,sondern um es zu vernichten, und dadurch denen, welche darineine scheinbare Berechtigung zu ihrem Verhalten gegen Lehrerfinden, den Boden, auf dem sie stehen, unter den Füßen wegzu-reißen. Denn, daß es noch genug solcher giebt, die dem Lehrermanche der Ansprüche, zu welchen sie jeden andern Stand Anlassen,vorenthalten, wer kann es leugnen? Zu denen spreche man vonLehrerbewußtsein! Sie lächeln, spotten und negieren. Von ihnengeht die wegwerfende Behandlung der Lehrer aus. Was füreine gemeine, sie selbst entehrende Ansicht mögen diese von derVolkskultur, von dem Volke selbst haben! Sie legen sie durchihr Verhalten gegen die, denen die Volksbildung in ihrem Funda-mente anvertraut ist, an den Tag. Aber eben, um sie aufden Sand zu setzen, müssen wir an der Ausmerzung aller altenSchäden an dem Leib des Lehrertums unausgesetzt arbeiten,darum auf diese scharf den Blick richten, sie herauskehren undsie ausschneiden. Mögen diese Feinde der Lehrer und des Volksdas Wort Lehrerbewnßtsein identifizieren mit Hochmut und Dünkel,sie sollen uns nicht hindern, den Lehrern zu geben, was ihnengebührt, damit ihnen das billig sei, waS den andern recht ist;sie sollen und dürfen uns nicht davon abhalten, das rechte festeLehrerbewußtsein in uns zu entwickeln und zu befestigen. Denndadurch sichern mir unsere Würde, machen es, wenn auch nichtunmöglich, uns schnöde und wegwerfend zu behandeln, doch immerbeschwerlicher und seltener, und gewinnen so in der öffentlichenMeinung die Stellung, die uns gebührt. Ein Hund, wer sichwegwirft, ein Wurm, wer sich treten läßt. Der Manu hält aufseine Ehre, seine Würde. Darum laßt uns vernehmen, worindas Lehrerbewnßtsein besteht!
1. Das Lehrerbewnßtsein besteht in der hohen