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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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188 BIS zum Kriege mit Oesterreich. 1865—1866.

streben dazu ist vorhanden — zur Verbesserung der Lageder Arbeiter etwas beizutragen. Der Weg, den Klagender Arbeiter den Zugang zum Throne zu verschließen,wäre meines Erachtens nicht der rechte, und ich habenicht den Beruf dazu. Man würde die Frage aufwerfen:Wie reich muh denn eine Deputation sein, damit ihrEmpfang durch den König dem Herrn Reichenheim nichtden Eindruck eiues „Puffs" macht? Die Schicklichkeitdieses Ausdrucks zu erwägen, liegt mir hier glücklicher-weise nicht ob, wo er in Verbindung mit einem angeb-lichen „Mißbrauch der Majestät des Königs"zu Tage getreten ist.

Jedenfalls schließe ich daraus, wenn 200 Arbeiterin einer Fabrik, die mit so viel Wohlwollen geleitet ist,wie die des Herrn Reichenheim, sich dazu gedrängt fühlen— trotz der Nebel, die sie davon in ihrer häuslichenLage erwarten, — mit dem vorgetragenen Notschrei vordem Throne zu erscheinen, daß hier doch eine Aufgabe-vorliegt, die der Mühe lohnt, daß die Oiesetzgebuug ihrnäher trete.

Ich komme dann ans den weiteren Vorwurf, dender Herr Abgeordnete Reicheuheim, ich kann kaum sagen,der Regierung gemacht hat, nämlich die Unterstützungder wegen dieser Petition aus der Arbeit entlassenenWeber. Ich könnte vorausschickeu, daß die KöniglichePrivatwohlthätigkeit sich der öffentlichen Kritik des HerrnAbgeordneten Reichenheim entzieht; es ist aber wiederumnicht meine Aufgabe, ihn darauf aufmerksam zu machen.Die Zahlen, die der Herr Abgeordnete Reichenheim an-gegeben hat, sind erfunden und aus der Luft gegriffen;indessen weit entfernt, auf diesen Irrtum dieselbe harteBezeichnung anzuwenden, welche der Herr Abgeordnete