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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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180 Bis zum Kriege mit Oesterreich. 1865—1866.

Sie werden mir das Zeugnis geben, daß ich dieseErörterung nicht provoziert habe, sondern durch dieAeußerung des Herrn Reichenheim dazu gedrängt wordenbin, und ich werde mich bemühen, bei Vorlesung desAktenstückes alles, was für Herrn Neichenheim verletzendsein könnte, fortzulassen.

Die Bittsteller schreiben an Se. Majestät den König:

„Eure Königliche Majestät haben es oft und lautaitsgesprochen, daß es in Preußen ein altes und hei-liges Recht ist, daß der Unterthan — der einzelne wieder ganze Stand — in seiner größten Not als anseüle höchste Instanz sich an seinen König wendeildarf.

Eure Majestät wollen Allergnädigst gestatteil, daßwir im Namen und Vollmacht einer großeil Anzahlder armen Weber des schlesischen Gebirges — ja wennsie deil Mut dazu finden könnten, wohl aller — vondiesem heiligen Rechte Gebrauch machen.

Wir, die Weber von Wüstegiersdorf und Umgegendim Kreise Waldenburg, glauben noch besonders An-recht auf Eurer Majestät Schutz zu haben, denn wirsind gleichsam ein Erbe Allerhöchstihres in Gott ruhen-den Herrn Vaters und Bruders Majestät."

Die Bittsteller erzählen darauf, daß sie sich unterder Verwaltung der Seehandlung in vergleichsweisebesseren Verhältnissen befunden hätten, und behauptenspäter, daß die Lohnsätze damals höher gewesen seien.Dies ist nicht begründet. Die Leute haben sich früherwahrscheinlich wohler befunden, weil die Preise derLebensmittel wohlfeiler waren oder ans andern Gründen.

Die Untersuchungen der Kommission haben ergeben,daß die Löhne gegenwärtig im Durchschnitt höher sind