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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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170 Bis zum Kriege mit Oesterreich. 18661866.

tigen Verwaltung, vornehmlich durch die beträchtlichen Ueber-schüsse der Staatseinnahmen in den beiden letzten Jahren mög-lich geworden. Der Staatshaushalt für das laufende Jahrwird Ihnen unverzüglich vorgelegt werden. Der Friede mitDänemark hat Deutschland seine bestrittenen Nordmarken, unddiesen dis Möglichkeit der lebendigen Beteiligung an unsermnationalen Leben zurückgegeben. Es wird die Aufgabe MeinerPolitik sein, diese Errungenschaft durch Einrichtungen sicher zustellen, welche uns die Ehrenpflicht des Schutzes jener Grenzenerleichtern und die Herzogtümer in den Stand setzen, ihrereichen Kräfte für die Entwickelung der Land- und Seemachtwie der materiellen Interessen des gemeinsamen Vaterlandeswirksam zu verwerten. Unter Aufrechterhaltung dieser berech-tigten Forderungen werde Ich die Erfüllung derselben mitallen begründeten Ansprüchen, so des Landes wie der Fürstenin Einklang zu bringen suchen. Es ist Mein dringenderWunsch, daß der Gegensatz, welcher in den letzten Jahrenzwischen Meiner Regierung und dem Hause der Abgeordnetenobgewaltet hat, seine Ausgleichung finde. Die bedeutungs-vollen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit werden dazu bei-getrageu haben, die Meinungen über das Bedürfnis der ver-besserten Organisation des Heeres, die sich in einem siegreichenKriege bewährt hat, aufzuklären. Die Rechte, welche der Lan-desvertretung durch die Verfassungsurkunde eingeräumt sind,bin Ich auch ferner zu achten und zu wahren entschlossen. Sollaber Preußen seine Selbständigkeit und die ihm unter deneuropäischen Staaten gebührende Machtstellung behaupten, somuß seine Regierung eine feste und starke sein, und kann siedas Einverständnis mit derLandesvertretung nichtanders als unter Aufrechterhaltung der Heeres-einrichtungen erstreben, welche die Wehrhaftigkeit unddamit die Sicherheit des Vaterlandes verbürgen. Der Wohl-fahrt Preußens und seiner Ehre ist Mein ganzesStreben, Mein Leben gewidmet. Mit dem gleichen Zielevor Augen, werden Sie, wie Ich nicht zweifle, den Weg zurvollen Verständigung mit Meiner Regierung zu finden wissen,und werden Ihre Arbeiten dem Vaterlands zum Segen ge-reichen."