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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
Entstehung
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Nochmals die polnische Frage.

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habe. Einige dieser Depeschen hatteil die Unterschrift„Stanislas", andre beliebig andre Namen. Die Nach-richt über den angeblichen Marsch eines russischen Armee-korps über Wreschen, Pieschen und Neustadt, — mitallen Details wurden sie gegeben in den französischenBlättern, — ist in der Dhat in Posen aufgegeben, am20. des Abends 1l Uhr und nach den uns zugegangenenNachrichten mit einer Unterschrift, die ich nicht nennenwill; das Telegramm war adressiert an den FürstenCzartorpski in Paris und lautet, daß eine starke russischeKolonne den schon angegebenen Weg eingeschlagen habe.Diese Depesche machte die Runde durch alle französischenZeitungen und Sie werden sie alle gelesen haben. ZweiTage darauf wurde von demselben Absender eine zweiteDepesche aufgegeben, des Inhalts, diese Nachricht eines„Augenzeugen" beruhe auf einem Irrtum, mau habe dierussische Eskorte eines Kuriers für ein Armeekorps an-gesehen. Nun diesen Irrtum haben die Empfänger derersten irrtümlichen Depesche nicht berichtigt und habendas Dementi unterdrückt, wohl aber ein neues un-wahres Gerücht hierangeknüpft. Thatsache ist, daß der„Augenzeuge" auf der Straße von Wreschen, Plescheuund Neustadt auch nicht einmal eine russische Eskorte, janicht einen einzigen Kosaken gesehen haben kann. Wasdas also für ein „Augenzeuge" ist, und wie die Nach-richt weiter verbreitet und übertrieben ist, auf die sich dervon mir angedeutete Herr Vorredner bezogen hat, über-lasse ich hiernach Ihrem eignen Urteile. Nachdem der ersteHerr Redner uns diese Thatsachen gegeben hat, hat nachihm auch der Herr Abgeordnete für Solingen (v. Rönne)und der letzte Herr Redner uns dringend eine ander-weitige Politik als den Interessen Preußens entsprechend