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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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Die Dotierung u. Stellung d. auswart. Vertreter Preußens. 81

parteiische und sachliche Beurteilung unsres Verhaltensvon Ihnen nicht erwarteil dürfen.

15. Die Dotierung und Stellung der auswärtigenVertreter Preußens.

3. März 1863.

Bei der Beratung des Etats für das Auswärtige Ministeriumin der 20. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 3. März 1863stellte die Budgetkommission den Antrag, die von der Regierunggeforderte Zulage von 6000 Thalern für den Militärbevollmäch-tigten in Petersburg zu streichen. Der Ministerpräsident begründetedie Mehrforderung:

Ich beschränke mich aus die Erklärung, daß dieKönig!. Staatsregierung die Aufrechterhaltung diesesPostens im Interesse des Dienstes für dringend not-wendig hält, und daß sie im auswärtigen Budget oderin der auswärtigen Vertretung zwar sehr nützliche undwünschenswerte Posten findet, die sie dennoch eher fallenlasten würde als diesen. Die Motive dafür mitzuteilen,würde ich, wenn die Verhandlungen in der Budgetkom-mission anders organisiert und einer weniger einseitigenVeröffentlichung unterworfen sein würden, vielleicht dortGelegenheit genommen haben.

Das Haus lehnte die geforderte Zulage ab. Ferner beantragtedie Kommission, die Kosten für die Erhebung der preußischen Ge-sandtschaften in Paris und London zu Botschaften nicht zu be-willigen. Der Abg. v. Rönne bezeichnet« diese Rangerhöhungenals kostspielig und unnötig. Darauf erwiderte der Minister:

Der Herr Vorreduer hat gesagt, es sei nötig, daßBotschafter sich durch eine besondere Repräsentation aus-zeichnen. Es ist dies allerdings wünschenswert, aber esgeschieht nicht immer. Die Zahl der Botschafter hat sich