Ein Landtagsabschied.
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4. Ein Qiiidtagslilischicd.
13. Bktober 1862.
Nach den fruchtlosen Bemühungen der Regierung, einen Staats-haushaltsetat mit der Landesvertretung zu vereinbaren, hielt sieein weiteres Tagen der parlamentarischen Körperschaften für unnützund schloß daher die Session am 13. Oktober. Der feierliche Aktfand in einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des Landtagesim Weißen Saale des königlichen Schlosses statt. Der Minister-präsident verlas die Schließungsrede, welche, nachdem sie die ver-hältnismäßig spärlichen positiven Ergebnisse der Session, namentlichden Handelsvertrag mit Frankreich, aufgezählt, der brennendenEtatsfrage mit folgenden Worten gedachte:
Die Negierung Sr. Majestät des Königs hat zn be-klagen, daß die Beratungen über den Staatshaushalts-Etat für das Jahr 1862 zu einer gesetzlichen Feststellungdesselben nicht geführt haben. Sie glaubt, seit demBeginn der Session ihre Bereitwilligkeit bethütigt znhaben, auf alle Anträge der Landesvertretung, welche sieohne Benachteiligung wesentlicher Staatsinteressen fürausführbar halten durfte, einzugehen. In diesem Be-streben wurde der Staatshaushalts-Etat für das laufendeJahr in einer sehr ausgedehnten Spezialität der Titelund zugleich der Etat für das Jahr 1863, damit auchdieser noch vor Ablauf des Jahres festgestellt werdenkönnte, vorgelegt. Durch den Fortfall der Steuerzu-schläge sind die Lasten des Landes auf das frühere Maßzurückgeführt und dieser Ausfall der Staatseinnahmenvornehmlich durch eine erhebliche Ermäßigung der Militär-ausgaben ausgeglichen worden.
Dagegen hat die Regierung Sr. Majestät des Königsden Beschlüssen des Hauses der Abgeordneten, nach welchendie größtenteils bereits verwendeten Kosten der Reorgani-sation des Heeres und andre unentbehrliche Ausgaben