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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Apmrade

gurien nach den A. genannt, dessen HauptstadtChiavari war.

Apenrade (dän. Apneraa), 1) Kreis in derpreuß. Prov. Schleswig-Holstein, an der Ostküstederselben; Boden fast ganz eben u. meist fruchtbar,doch enthält er auch viele Haideflächen; 771 s^kiu(14 s^M), mit 29,l23 Ew., die meist Landwirth-schaft und Handel mit Landesproducten lrciben;34,z bin der schleswigschcn Eisenbahnen. 2) Kreis-stadt daselbst, zwischen Hügeln am ApenraderFjord und einer Zweigbahn der schleswigschcnHauptbahn; 5932 Ew. Die Stadt hat 5 vorzüg-liche Schifsswerfte, ausgebreiteteu Holz-, Eisen- n.Kornhandel, Schifffahrt u. große Ziegeleien; inder Fvhrde Pfahlmuschelnfang. A. ist auch einbesuchter Seebadeort; der Sitz des Landrathamtesist Schloß Brunlnnd (Brnndlund) bei A. DieStadt erfuhr viel Kriegs- u. Brandheimsuchnng:schon 1148 wurde sie von den Wenden, 1247 vomDänenkönig Erik Plogpenning im Streite mitseinem Bruder, Herzog Abel von Schleswig, ein-geäschert, erstand jedoch immer wieder; 1628 hatteWalleustein hier lange sein Hauptquartier u. ließda eine Escadre von 18 Kriegsschiffen bauen, dieindessen theils von den Dänen genommen wurden,theils in einer Sturmflulh untergingen. In denKriegsjahren von 1848—50 u. 1864 fielen hierwiederholte Kriegsereignisse vor: am 5. April 1849wurde A. von dänischen Schiffen beschossen, u. 1850war es eine Zeit lang von Schweden besetzt. Aufdem Rathhause wird die Pergamentrolle aufbe-wahrt, worauf das Opneraa Skraa in lateini-scher Sprache geschrieben, das 1. Mai 1335 vomHerzog Waldemar V. bestätigt wurde u., nebenden alte» Stadtrechten von Schleswig, Flensbnrgu. Haderslcbeu, dem Jydske Lov König Walde-mars II. entnommen ist.

Apcpsie (v. gr. L-. UN-, nicht-, P6p8is, Ver-dauung), geschwächte oder aufgehobene Verdauung,ein Zustand, der vielen Krankheiten vorhergeht u.auch nachfolgt u. theils vom Magen ursprünglichden Ausgang nimmt, theils secundärer Art ist.Apeprisch, 1) unverdaulich; 2) an Apepsieleidend.

Aper, 1) Marcus, Gallier, zu VespasiansZeit einer der berühmtesten Redner in Rom; warzuletzt Prätor; in Tacitus' Dialog Vs oratoritzimspielt er eine Hauptrolle u. hebt die Vorzüge derBeredtsamkeit vor der Dichtkunst hervor. 2) Ar-rius, Präfectns Prätorio unter Kaiser Carus; erermordete ans Herrschsucht seinen Schwiegersohn,den Kaiser Numerianus, 284 n. Ehr.;. KaiserDiocletian ließ ihn hinrichtcn.

Apsrs, so v. w. -ä.Arostis.

Aperception (fr.), so v. w. Apperception.

lkpeeyu (fr., v. mittellat. ackpersipers), 1) Über-sicht, Entwurf; 2) Betrachtung, Wahrnehmung,Gedanken in aphoristischer Darstellung.

Aperen (Oavia apsrea v.) , eine Art desMeerschweinchens, in Brasilien u. Paraguay nachArt des wilden Kaninchens lebend.

üperientm (Aperitivs, v. lat. aperio, ich er-öffne), Ausleerungen, Stuhlgang bewirkende Arznei-mittel.

Aperiodisch (Telegr.), s. u. Galvanometer.

Apert (v. Lat.), offen, geöffnet, eröffnet; so

— Apfel.

apsrto term'iw. nach eröffnetem Termin, währendder Gerichtsverhandlung.

Apertio (lat., Eröffnung), der Theil der Taus-Handlung in der Katvol. Kirche, wo der Priester,unter Benetzung der Ohren und Nasenlöcher mitSpeichel, ruft' Hephata (Thu' dich auf)!

üpertorlum (von aporio. ich eröffne: Chir.),Instrument zur Erweiterung einer Öffnung desKörpers; s. Lpoeulniu.

Apertur, 1) Öffnung. 2) (Anat.) Öffnungin Knochen rc. zum Durchtritte von Gefäßen undNerven rc., gewöhnlich eine Mündung von Ka-nälen bildend. 3) (Astr.) Bei Fernrohren derDurchmesser der Öbjectivlinse, bei Spiegeltele-skopen derDnrchmesser des Spiegels.; vgl. Fernrohr.

-petalus (Bot.), blumenblattlos, von Blüthen,welche keine Blumeukronblätter (psta-Ia) haben.Davon: Lipstalae, Blnmenblattlose, d. h. ohneBlnmenkrone. oder nur mit einfacher Blüthenhülle;bei Endlicher 2. Cohorte der 5. Section, mit denKlassen der Pfeffergewächse, der Wasserpflanzen(OvrstoMMas, vallitriollineas, vockostsinsas),der Kätzchenblüthler, Kohlgewächse, Thymeleen n.Serpentarien.

üpsx (lat., Spitze), 1) (röm. Aut.) kegelförmigerPriesterhut der vlaminss n. 8alii. Der vla-iuenckialis durfte ihn nur in seiner Wohnung ablcgen.2) (Gramm.) In der Kaiserzeit Bezeichnung derLänge eines Vocals; jetzt auch Zeichen der Zn-sammenziehung zweier Sylben in eine (-^), z. B.inKeni stattinAsnii. 3) (Astron.) Apex nennt Schia-parelli in seinen Unterslichungen über die Stern-schnuppen denjenigen Punkt am Himmelsgewölbe,gegen welchen die Erde sich hinbewegt n. ans wel-chen die Tangente der Erdbewegung hiuweist. DerA. durchläuft in einem Jahre die ganze Ekliptiku. bleibt stets in Folge der Richtung der Erdbe-wegung iiri Mittel etwa 90" westlich von derSonne entfernt, steht also durchschnittlich für einengegebenen Ort um 6 Uhr im Meridian. Der A. istvon so großer Wichtigkeit für die Sternschnuppen,daß er auch die meteorische Sonne genannt wird.Vergl. Sternschnuppe». 4) (Anat.) Spitze einesOrgans oder Theils, z. B. L. linAnas, Zungen-spitze, L.. nasi, Nasenspitze, pnlmoimm. Lungenspitze rc.

Apfel, Frucht des Apfelbaumes, eine der nutz-barsten Öbstarten in den gemäßigten Zonen, sehrverschieden nach Größe, Farbe, Gestalt, Geschmack,Reifezeit u. Haltbarkeit, welche Eigenschaften beiBestimmung der Sorten vorzugsweise berücksichtigtwerden. Die Farbe wechselt von Grün bis zumschönsten Goldgelb, ist dabei oft roth gestreift oderverwaschen, besonders aus der von der Sonne be-schienenen Seite, oder sie ist auch roth über dieganze Frucht, oder grau, und dann die Oberflächegewöhnlich rostartig n. rauh anzufühlen. Hinsicht-lich der Gestalt unterscheidet man längliche, runde,platte, walzenförmige, zugespitzte, breite, kantigerc. Äpfel; der Geschmack ist sauer, säuerlich süßoder rein süß, dabei oft gewürzhaft in der ver-schiedensten Weise; am meisten geschätzt sind die Ä.,welche angenehm gewürzig, aber weder vorherr-schend süß, noch sauer sind. In Bezug auf dieReifezeit lheilt man die Ä. in Sommer-Ä., die imAugust u. Septbr., Herbst Ä., die im Octobcr u.