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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Almicn — Alarcon.

Alanen, Nomadenvolk,indo-germanischenStam-mes u. ursprünglich im Kaukasus ansässig, im Mit-telalter am Don. Es gab unter ihnen keinenUnterschied der Stände. Sie waren kriegerisch,von schönem, schlankem Wüchse u. blondem Haare,gute Reiter u. Bogenschützen, führten alle ihre Habeauf Wagen mit sich; getödteten Feinden zogen sieden Schopf ab n. gebrauchten denselben als Pferde-schmnck. Als Gott verehrten sie ein in die Erdegestecktes Schwert. Weissagungen wurden, wie beiden Germanen, durch Loose gegeben. 40 Jahrev. Ehr. wurde ein Theil von Len Hunnen an denMäotischcn-See (Asowsches Meer) gedrängt. UnterKaiser Vespasian drangen sie nach Armenien undKleinasien vor, worauf Vologcses, König v. Par-thien, römische Hilfe gegen sie suchte. Unter Ha-drian führten die Römer Krieg gegen sie. UnterAurelian machten sie mit den Gothen Einfälle inArmenien n. Kleinasien, wurden aber 280 n. Ehr.unter Probus in ihre Sitze zurückgeworfen. In der2. Hälfte des 4. Jahrh. zogen die am KaukasusZurückgebliebenen mit den Hunnen, nachdem sievon denselben besiegt waren u. dann zu gleichenRechten mit ihnen sich vereinigt hatten, gegen dieOstgothen unter Ermanrich an der Donau, derenReich sie 375 zerstörten; von der Donau an denRhein, verbanden sich unter Rcspendial mit denVandalen und Sueven und verwüsteten seit 406Gallien. Ein Theil ging 409 unter Utakus (Vata-cuS) nach Spanien, wurde 418 unter seinem KönigAlar vom westgothischen König Wallia geschlagenn. vermischte sich darauf auf immer mit den Vanda-len, mit denen er 429 nach Afrika übersetzte. Einanderer Theil, an der Loire zurückgeblieben, kämpfte451 mit den Römern gegen Attila, 464 wurdenA. in Italien von Ricimcr bei Bergamo geschla-gen und ihr König Bior getödtct. Währendsie nach dieser Zeit ans der Geschichte im Westenverschwanden, kommen in der späteren byzanti-nischen Zeit noch A. im Kaukasus vor u. habensich bis zur Gegenwart dort erhalten.

/Uangieas, Pflanzenfamilie aus der Klasse derMyrten; große Bäume oder Büsche mit oft dorni-gen Zweigen, im südlichen Hinter-Jndien; die Gat-ung Llanginm, Llarloa u. a.

/Usngium (X. L«»r.), Pflanzengatt, aus derFamilie der Alangieen (XII. 1). Arten: L. äo-vaxstalum und X. IwLapstalmn Usi, in

Ostindien; ersteres prächtiger, deshalb von denEingeborenen als Sinnbild der königl. Würde an-angesehener, immer blühender Baum auf Mala-bar, mit wohlschmeckenden, kirschenartigen Früchten,bitter-gewürzhaft schmeckender u. riechender, gegenWürmer u. den Biß giftiger Thicre angewendeterWurzel. Sie liefern auch gutes Werkhoh.

Alanin, Amidopropionsänre (Chem.),OglONO?.Wenn man Blausäure u. Aldchydammoniak mitSalzsäure kocht, so bildet sich salzsaures A., auswelchem das A. durch Zersetzung mit Bleioxydhy-drat gewonnen wird. Es krystallisirt in perlmut-terglänzenden, rhombischen Säulen, die in Wasserleicht, in Alkohol schwer löslich, in Äther ganz un-löslich sind. Die Lösung reagirt neutral u. schmecktsüß. Bei 200° sublimirt es. Es ist isomer mirdem Lactamid, dem Sarcosin und Nrethan, besitztsowol basische, wie saure Eigenschaften u. wird durch

Einwirkung von salpetriger Säure in Milchsäureverwandelt.

Alanis, Flecken in der spanischen Proo. Sevilla(Andalusien); silberhaltige Bleiminen; die schonvon den Römern ausgebeutet wurden; 2260 Ew.

Manisches (Alannisches) Gebirg (4Iani

montss, Wolga-Gebirg), s. Wolchonskywald.

ülsnss Oak., Alse, Fischgarn der Fam. derHäringe; nur kleine Zähne in den Oberkiefern,sonst zahnlos. Dahin der Maistsch (4.. vulgaris),die Finte (X. üuta) und die Sardelle (X. Lar-äina); s. d. A.

Alant (Bot.), Inula L., Pflanzengatt, aus derFam. der Compositen (XIX. 2), mit röhrig-zwit-terigen Scheiben- u. gelben, znngenförmigen, weib-lichen Strahlblüthen. Die dicke Wurzel des wah-ren oder echten A. (I. IIskoniumL.) enthält A-Kam-pher u. einen stärkemchlartigen Körper (Inulin)und ist als raäix Oslsnii 8. Lnulas officinell.Most damit angesetzt gibt einen magenstärkendenWein. Dieser A. wächst in Deutschland da u.dort auf feuchten Wiesen, wird wegen der Wur-zel, welche auch wie Kalmus überzuckert alsein die Verdauung förderndes Mittel genossenwird, in Gärten cultivirt n. findet sich auch ver-wildert. Er gedeiht in jedem nicht zu nassen Bo-den; Entfernung der Pflanzen 60 cm; Vermehrungdurch Samen und Theilung. Von den anderenArten war das Kraut von Innig. Aormanica X,., dieans steinigen Triften selten gefunden wird, früherofficinell.

Alantapfel oder großer edler Prinzessinapfel,zur Klasse der Tanbenäpfel gehörend; sehr beliebtwegen des milden, saftreichen Fleisches von alant-artig gcwürzhaftem, weinigem Zuckergeschmacke;gedeiht leicht.

Alantbcere, so v. w. schwarze Johannisbeere.

Alantin, so v. w. Inulin.

Mantkampher, Alantöl, s. Helenin.

Manns, von Ryssel (X. ab Insukia), gen.Ooctor univsrsalis, geh. um 1114 in Ryssel (Lille),scholastischer Philosoph, Theolog u. Musikgelehrter;trat in den Cistercienserorden in Clairvaux, ward1140 Abt zu La Rivonr und 1151 Bischof zuAuxerre, ging aber 1167 in das Kloster nachClairvaux zurück u. st. 1203. Er suchte mit Hilfeder damals im christlichen Europa noch sehr wenigbekannten Arab.-Aristotelischen u. Rabbinischen Phi-losophie die mathematisch-demonstrative Methode zurphilosophischen Begründung des kirchlichen Lehr-systems einzuführen. Bon seinen Werken sind diebedeutendsten: Regmlas äs oacra tirsoloZia; Oearts catkiokicas kiäei; Ooctrinals altum (mora-lischen Inhaltes); Oxplorationeo in propkrstiamLIerlini; Lumina guaäripartita contra kiaeroticos;Xnticlauäianus (eine Art Encyklopädie in Versen);Opera moralia paraonotica st xolswioa, heranS-gegebcn von Bisch, Autwerp. 1654.

A Lapide (van den Steen), Cornelius,geb. 1568 zu Boehoff im Lüttichschen, Jesuit; marLehrer der Heiligen Schrift erst in Löwen u. späterin Rom u. st. hier 1637; er schrieb weitschweifige,an allegorischen Deutungen reiche Commentareüber die meisten biblischen Bücher, 16 Bde., Fol.,Bened. 1688 u. m. a. Ausg.

Alarcon, 1) Fernando d', General des Kai-