Afrikanische Bauherren — Afrikanischer Krieg.
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Leipizg 1874; Rohlfs, Rciseerinnerungen ausCcntral-A., Daheim 1873; G. Nachtigal u. seineneueste Reise in Sudan, Ausl. 1873, Nr. 38;Taylor, Ido lalcs rexions ok 6sntra1-^.krioa.Newyork 1873; G. Schwciufurth, Urs lieart ok.4., mit Karte, Land. 1874, deutsch, Lpz. 1874,
2 Bde; G. Nachtigal, Reise in die südlichenHeidenländcr Bagirmis, Zeitschrift der BerlinerGesellschaft für Erdk. 1873; K. Manch, Reisenim Innern von Süd-A. 1865 —1872, Ergänz-ungsh. 37 zu Pctermanns Mitth. 1874; D. n.CH. Livingstone, Nene Missionsrcisen in Süd-A.,2. A., Jena 1874; Klöden, Afrikanische Inseln,Berl. 1871.
Afrikanische Bauherren, eine gegen dasFreimaurer-System von der strictcn Observanz1767 von dem k. preußischen Kriegsrath undCanonicus Karl Friedrich Koppen in Berlin ge-stiftete Verbindung, welche in Schlesien zwarEingang fand, aber schon 20 Jahre darauf wie-der verschwand. Sie bestand aus 5 Lehr- und
3 inneren oder höheren, nach anderen Angaben aus7 Graden. Koppen, der in Berlin 1734 geborenwar, st. 1708. Er schrieb: 6rata Ropoa oderEinweihung der ägyptischen Priester, Berl. 1770.Vergl.: Ter entdeckte Orden der afrikanischenBauherren-Loge, Coustantinopel (Berlin) 1806.Der Zweck des Ordens bestand in Forschungenüber Geschichte u. Geheimnisse der Freimaurerei,die aber sehr unwissenschaftlich betrieben wurden.Man arbeitete in lateinischer Sprache und hatteeinen großen Reichthum an Symbolen u. Cere-monien. Die Verbreitung des Ordens war nichtbedeutend.
Afrikanische Gesellschaft (4krioan ^.sso-oiation), ein in London 1788 von Banks begrün-deter Verein zur Beförderung der Entdeckungenim Innern von Afrika, der Civilisation der Ein-wohner und des Handels; sie stiftete eine Coloniezu Sierra Lcona und unterstützte Reisende nachdem Innern, wie Burkhardt, Hörnemann, MungoPark, Laing u. A., die besonders den Lauf desNiger zu erforschen suchten. Ihre Resultate theiltsie in kroeesäinAs ok tlls Association kor pro-rnotinA tlls ckiseovsrz' ok ilkriog,, London 1780ff, mit. In Deutschland sind neuerdings eben-falls dergleichen Gesellschaften zusammengetrctcn.Das afrikanische Institut, feit 1807 bestehend,mit 1 Präsidenten, 1 Vicepräsidenten, 3 Direc-toren rc., beabsichtigt hauptsächlich die Abschaffungdes Sklavenhandels, unterhielt ein Büchcrinstitutin Sierra Leona und wirkte von da aus zurCivilisirung Afrikas. Unter dem Namen A. G.constituirte sich im Jahre 1872 auch ein deutscherVerein mit dem Sitze zu Berlin behufs der„Durch-forschung der noch unbekannten Gebiete Äquato-rial-Afrikas. Infolge der Anregung seitensder Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin tratenmit ihrem Vorstande Delegirte aus den geogr.Kreisen Deutschlands unter dem Patronat desGroßhcrzogs von Weimar, des jetzigen Königsvon Sachsen, des Prinzen-Admiral Adalbert vonPreußen u. der Senate von Bremen u. Hamburg zudicsemZwecke zusammen. Das Organ dieser A-n G.besteht in dem „Correspondenzblatt" derselben. AlsFührerder Expedition wurde Güßfeldt aus Berlin,
ider aus eigenen Mitteln 6000 Thlr. beisteuerte,^ gewählt, mit mehreren Begleitern (Lenz u. A.).> Nachdem der durch das Scheitern des Schiffes beiSierra Leona, Juni 1873, erwachsene Schadenwieder ersetzt worden, nahm die Expedition zwar!ihren Fortgang, hatte aber dermaßen unter dem!mörderischen Klima jener Gegenden zu leiden,^daß nur kleine Expeditionen unternommen undeigentliche Resultate nicht erzielt werden konnten.!Dcr Schiffbruch eines zweiten, mit Hilfsmittelnversehenen Dampfers war ein neuer Verlust.! Ende 1874 ging eine zweite Expedition unter.Homeyer u. Pogge nach der Loango-Küste ab. DasiJtihr 1875 brachte neues Mißgeschick. Die Ab-! reise der auf Anfang Mai festgesetzten Haupt-Expedition konnte wegen Krankheit u. Ungemachs nicht erfolgen Güßfeldt erkrankte u. mußte impJuli nach Europa zurückkehren; Homeyer mußte4m Herbste aus demselben Grunde Nachfolgen. An4>ie Spitze der Expedition trat nun Pogge, der4m Laufe des Sommers einige Reisen unternahmu. etwa 215 Icm von Kabebe vordrang. Lenz ar-beitete seit Juni 1874 am Gabon u. Ogvweh miteinigem Erfolge.
Afrikanische Handelsgesellschaften, 1) A.
H. in Guinea, von Friedrich Wilhelm, demGr. Kurfürsten, 1682 errichtete Gesellschaft, welchedie Belebung des preußischen Handels in Afrikazum Zweck hatte, die Festung Groß-Friedrichs-burg auf der Küste von Guinea erbaute, aber 1718wegen unzureichenden Gewinnes aufgelöst wurde.Die Festung wurde an Holland überlassen.2) 4.kciss.n (loinpan^, britische Handelsgesellschaft,1750 durch Parlamentsbcschluß errichtet, versorgtdie Besatzungen u. Forts an der WKüste Afrikasn. treibt vorzüglich Tauschhandel.
Afrikanisches Huhn, so v. w. Perlhuhn.
Afrikanische Kachexie, vorzugsweise dieNcgerrace heimsuchcnde, sehr weit verbreitete, derChlorose etwas ähnliche Krankheit. C. F. Heu-singer (Die sog. Geophagic rc., Kassel 1852) hatdiese Krankheit genau u. auf Grund der umfas-sendsten Studien beschrieben, n. A. Hirsch (Handb.d. histor.-geogr. Pathologie, Erl. 1860—04, Bd.I.)lieferte später eine treffende Skizze des Leidens.Die Krankheit gründet sich auf eigcnthümlicheVeränderungen in der Blntmasse, zeigt unter sehrzahlreichen Symptomen die Neigung des Kranken,den perversen Appetit durch das Essen von Kalk,Kreide, Sand u. a. ungenießbaren Dingen zu be-friedigen, ist von der Verminderung aller Sccretio-nen (die Stuhlausleerungen sind meist ohne Farbe),von einem Gefühl beständiger Kälte, von immerzunehmender körperlicher und geistiger Schwäche,Herzklopfen, Athemnoth, Erbrechen, dem Deliriumähnlichen Erscheinungen, Geschwüren, Wassersuchtrc.begleitet und führt nach Wochen, Monaten, zu-weilen erst nach Jahren zum Tode. Die Krank-heit entspringt aus Elend u. schlimmen klima-tischen Einflüssen.
Afrikanischer Krieg. Nach der Schlacht beiPharsalus, in welcher die Pompejaner von Cäsargeschlagen wurden (48 v. Chr.), wendeten sichelftere nach Afrika, um dort gegen Cäsar zukämpfen. Cato übernahm die Befestigung n. Be-setzung Uticas, das Landheer führte der stolze