Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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XXVII.

Ätier Äußerlichkeiten in der Zrchule.

(Programm der Seminarschule.)

1. Regelmäßiger, d. h. pünktlichster Beginn des Unterrichts.

Ich keime keine verderblichere Sitte als die, einen jungenMenschen (Knaben, Mädchen) zu ungeregeltem, willkürlichem, un-pünktlichem Thun zu gewöhnen. Er wird dadurch unordentlichund unzuverlässig; er verliert und verschwendet Zeit; er gewöhntsich weder an äußere Gesetzlichkeit, noch an Unterordnung der so-genannten Kleinigkeiten unter die Hauptsache.

Diese schlechten, in das Geschäfts- und Berufsleben tiefeingreifenden Eigenschafteil werden den Schülern anerzogen, wennin betreff der äußereil wie inneren Einrichtungen der Schule keinefeste Regel herrscht, wenn z. B., wovon hier nur die Rede seinsoll, der Unterricht des Morgens und des Nachmittags nichtpünktlich anfängt. Ich sage pünktlich, d. h. nicht 15, nicht 10,nicht 5, sondern keine Minute nach dem Schlage, vielmehrmit dem Schlage. Der Unterricht ist nicht auf oder

sondern auf ganze Stunden berechnet, lind die Lehrer werdenauf so und so viele ganze Stunden verpflichtet. Macht maneine kleine Pause zwischen zwei Stunden, so kann das einenguten Grund haben; aber zu Anfang zu pausiere», ist ein Wider-spruch in sich selbst.

Es ist von der äußersten Wichtigkeit, daß die öffentlichenSchuleil ihren Unterricht mit dem Schlage anfangeil. Denn siehaben die Aufgabe, für das öffentliche Leben im Staate lind fürden Beruf zu erziehen.