Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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366
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Leben unter seinen Füßen und vor seinen Augen verliert, altePostillen reitet und am Hellen lichten Tage einhergeht wie einStockblinder? Gegen diese Verirrungen, Armseligkeiten und Er-bärmlichkeiten giebt es ein Radikalmittel: Beschäftigung mit derNatur; xrobatum sst, versucht es nur! Es bewährt sich augen-fällig zuerst an der Gesundheit des Leibes, der ja ein TempelGottes heißt, aber es nur dann ist, wenn er kräftig und starkist. Was läßt sich denn von einem Stubenhocker, einemHektischen, einem in jeder Hinsicht Verzärtelten lind Verwöhntenerwarteil? Kann die geistige Gesundheit der Kinder von ihm ge-pflegt werden? Nein; denn es ist unmöglich. Von einem Hypo-chonder geht nichts Gesundes und Frisches aus. Lernt wiederAchtling und Respekt vor der Natur, hegt Vertraueil zu ihr,segnet Sonne, Mond und Sterne, Wasser und Wind, erforschtdie großen Gesetze, die der unendliche Schöpfer selbst zu erschaffengewürdigt hat; und die Erde, die er Euch zum Wohnsitze ange-wiesen hat, und wenn Ihr einstens an eine andere Stelle desHimmels verpflanzt werden solltet, dann mögt Ihr auch dieseerforschen, einstweilen seht Euch tüchtig auf dieserErde um! Wo nicht, so nehmt auch die Worte: Bildung fürdas Lebeil, wahre Menschenbildung, naturgemäße Entwickelungu. s. w. gar nicht inehr in den Mund, sondern fahrt fort, wiebisher, von der Bildung für den Himmel zu schwatzeil, der Gegen-stand der Verachtung gesunder Menschen zu bleiben lind Narrenwie bisher!