XXV.
Jeder Schullehrer ein Naturkenner, jeder Land-schullehrer ein Naturforscher.
„Wie es vor alten Zeiten, da die Menschen ander Erde lagen, eine Wohlthat war, ihnen auf denHimmel zu deuten und sie aufs Geistige aufmerk-sam zu machen: so ist es jetzt eine größere, sienach der Erde zurückzuführen."
Riemer über Goethe.
Die Natur heißt das andere Buch, durch welches sich dieGottheit deu Menschen offenbart hat; es enthält die älteste, ur-sprünglichste, unveränderlichste Schrift. Gerade in derselbenWeise, wie es zu den ersten Menschen gesprochen, redet es nochzu uns. Nie hat es ein Wesen gegeben, dessen Sinne von dieserSprache unberührt geblieben wären. Ein jeder versteht zwarauch etwas von dem Inhalte; nur will auch sie erlernt sein,wenn man sie genau, gründlich verstehen will. Es giebt zwarnur eine Natursprache, unter allen Himmelsstrichen ist es eineeinzige; was diese eine sagt, redet Mutter Natur zu allenihren Kindern, und was sie verkündigt, verstehen die Sinne unddas natürliche Gefühl. Es ist die Gefühlssprache der Natur.Aber gleich der eigentlichen Sprache der Menschen hat auch dieNatursprache sich zu einzelnen Arten, einzelnen Sprachen, einzelnenDialekten und Mundarten fortentwickelt, welche nun in den ver-schiedenen^Gebieten des Erdballs erklingen. Eine andere Sprachewird auf dem Äquator gehört, als in den Polargegenden und in