XXII.
Uede
am Tage der Feier des Guten bergfestes.
Als Sie mich, ineine Herren, mit dem Aufträge beehrten,an dem heutigen Tage der Verherrlichung Gillenbergs undseiner Erfindung einige Worte zu sprechen, geriet ich, ich kannes nicht bergen, wenn nicht in Verwirrung, doch in Verlegenheit.Sie unterhalten mit dem Technischen der Erfindung, der Aus-bildung der Kunst, bei dem Äußeren stehen bleibe», das schienmir nicht in dem Sinne des Auftrags von Lehrern zu liegen,die es nicht mit dein Äußeren zu thun haben. Also auf dasInnere der Sache eingehen! Aber auf welches Meer, um nichtzu sagen Chaos, fällt dann unser Blick! Thut sich nicht eineWelt vor uns aus, die Welt der Bücher, das Reich des Geistesoder der Geister, der guten und der bösen, der Himmel und dieHölle, wenigstens das Fegefeuer der Litteratur! Welche einzelneSeite soll ich herausgreifen aus diesem Ganzen, welches Atomaus dieser Schöpfung, welchen Standpunkt wählen, um Siedamit für eine halbe Stunde zu beschäftigeil, würdig zu be-schäftigen, wie es einer erhabenen und großeil Festfeier geziemt?Ich war in Verlegenheit, ich bin es teilweise noch. Dieses Ge-ständnis muß ich offeil vor Ihnen ablegen, weil meine Lage mirgebietet, .Ihre Nachsicht in besonderen Anspruch zu nehmen, wennich voll der kurzen Bahn, die nur vorgeschrieben, nach rechts undlinks abweichen sollte. In einem reicheil Bildersaale haftet derBlick nicht simmer auf demselben Gemälde; die Gewißheit des