Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Und doch fiel es ihm so wenig, wie irgend einem wahren Natur-forscher, ein, die entdeckten Wahrheiten und Gesetze an Bibelstellenals Beweisstücke anzulehnen. Die Natur ist ein Werk für sichund muß aus sich selbst erklärt werden. Sie ist die andere selb-ständige Offenbarung des Schöpfers,eine beständige Götter-erscheinung, die uns erquickend umgiebt". Ihre Wunder ruhen aufmathematischer Unfehlbarkeit und gewähren eine göttliche Sicher-heit. Wie an der Welt sich das Selbstbewußtsein des Menschenentwickelt, so entwickelt sich an dem Welt- und Selbstbewußtseindas Gottesbewußtsein. Die Welt zeigt uns Gott als die Quelleund den Urgrund aller Dinge, der eigene Geist ihn als Ziel undEnde aller Dinge.In ihm leben, weben und sind wir"; abernicht bloß das Gute empfindeud und wollend, sondern auch dasWahre denkend. Gott ist in allem oder er ist in nichts. Er istin allein; nur versinke man nicht zu der Kleinigkeitskrämerei,ihn in allein gleich Nachweisen zu wollen. Aber wer erkenneteihn nicht in der Welt der Natur, in der Welt der Geschichte,besoiiders der Religions- und Kulturgeschichte, wie in den Schick-salen des eigenen Lebens! Alles ist eins, alles weiset auf dasEine! Gott erklärt uns die Welt, die Welt erklärt uns Gott.

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