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Und doch fiel es ihm so wenig, wie irgend einem wahren Natur-forscher, ein, die entdeckten Wahrheiten und Gesetze an Bibelstellenals Beweisstücke anzulehnen. Die Natur ist ein Werk für sichund muß aus sich selbst erklärt werden. Sie ist die andere selb-ständige Offenbarung des Schöpfers, „eine beständige Götter-erscheinung, die uns erquickend umgiebt". Ihre Wunder ruhen aufmathematischer Unfehlbarkeit und gewähren eine göttliche Sicher-heit. Wie an der Welt sich das Selbstbewußtsein des Menschenentwickelt, so entwickelt sich an dem Welt- und Selbstbewußtseindas Gottesbewußtsein. Die Welt zeigt uns Gott als die Quelleund den Urgrund aller Dinge, der eigene Geist ihn als Ziel undEnde aller Dinge. „In ihm leben, weben und sind wir"; abernicht bloß das Gute empfindeud und wollend, sondern auch dasWahre denkend. Gott ist in allem oder er ist in nichts. Er istin allein; nur versinke man nicht zu der Kleinigkeitskrämerei,ihn in allein gleich Nachweisen zu wollen. Aber wer erkenneteihn nicht in der Welt der Natur, in der Welt der Geschichte,besoiiders der Religions- und Kulturgeschichte, wie in den Schick-salen des eigenen Lebens! Alles ist eins, alles weiset auf dasEine! Gott erklärt uns die Welt, die Welt erklärt uns Gott.
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