Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Thätigkeit mit Brüdern vollbrachten? Sieht man nicht mit Ver-langen wochenlang auf sie hin? Kehrt inan nicht gestärkt undbelebt zu der Hausfrau, zum Berufe zurück?

Wo daher ein Monatsverein existiert, man trete ungesäumtbei und nehme nach Kräften lebendigen Anteil! Wo einem solchendas rechte Leben fehlt, man gebe es ihm durch Vorschläge, ver-besserte Grundlage, erneuertes Statut, zeitgemäße Mitteilungen,Vorträge n. s. w.! Wo ein veralteter, rostiger, schleichender,schlechter Verein nicht zu verbessern ist, da hebe man ihn auf,oder, wenn das nicht geht, stifte neben ihn: einen neuen, mitSchonung des alten, mit Berücksichtigung von Verhältnissen undPersonen, mit reifer Überlegung, mit Bescheidenheit, aber auchohne Menschenfurcht!

3. Drittens, zum dritten.-

Mich warnt Goethes Wort. Man muß immer noch etwas zusagen haben. Ich habe noch ein drittes und es ist nicht ein-mal das letzte. Aber was hilft's, fürs Dach zu sorgen, so langedie Grund- und Seitenmauern noch nicht aufgerichtet sind. Darumerst diese; dann das andere. Es folgt von selbst, und dann stehtdas Gebäude vollständig da. Der Schluß reiht sich an den An-fang und Fortgang von selbst. Füge ich ihn nicht bei, so thutes ein anderer. Darum nur frisch den Grund gelegt und ge-mauert! Das dritte und vierte werde ich seiner Zeit nennen,mn sie ins Leben rufen zu helfen, nachdem das erste und zweite,die in euren Händen sind, zum Dasein gelangt.

Mit den bisher aufgestellten Gründen für die Notwendigkeitder Entstehung von Lehrervereinen aller Orten und die Verpflich-tung allgemeiner Teilnahme der Lehrer ohne irgend eine Ausnahmesei es fürs erste genug; sie reichen, nach meinem Ermessen, hin,die objektive Notwendigkeit wie die subjektive Verpflichtung ein-zusehen und zur Erfüllung der letzteren zu bestimmen. Hat die An-gelegenheit einmal eine breitere Basis und vielfache, mannigfaltigeEntwickelung gewonnen, so läßt sich leicht beifügen: 1) die Ur-sachen des Verfalls bestehender und bestandener Lehrervereine, unterwelchen dann die Unlebendigkeit des religiösen Bewußtseins, starreOrthodoxie, abstrakter Supernaturalismus und dürrer Rationa-