Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Es ist noch viel anderes gegangen; es wird auch das gehen.Wären wir nicht daran gewöhnt, daß alle jungen Männer in deinblühendsten Alter, wenn sie eben anfangen, ihrer Eltern Stütze zusein, drei oder sechs Jahre ihrem Berufe entzogen und in die Ka-sernen gerufen werden, die Welt würde glauben, falls man dieseEinrichtung in Vorschlag brächte, daß bei deren Ausführung dieÄcker unbestellt bleiben und die Werkstätten veröden würden. Aberdas hat gute Wege. Alles geht seinen guten, geregelten Gang.Weit weniger aber greifen die Vorschläge, die ich zu thun habe,ins bürgerliche Leben, ohne deswegen von geringeren Folgen be-gleitet zu sein. Auch läßt sich der Mangel tauglicher Lehrer fürden einznführenden Unterricht leicht hebe».

Ich verlange, daß der Unterricht der Knaben und Jünglingenicht mit dem vierzehnten oder fünfzehnten Jahre anshöre, sondernfort dauere, nach der Regel, daß die Zahl der wöchentlich zuerteilenden Lehrstunden mit steigendem Alter abnehme, bis dieAnzahl derselben mit dein fünfundzwanzigsten Lebensjahre 0wird. Die höchste Zahl der für das sechzehnte Jahr wöchentlichfestzusetzenden Lektionen möge sich ans sechs belaufen. In dieserZeit läßt sich in dem langen Zeiträume von ungefähr acht ganzenJahren Außerordentliches leisten, nicht nur für den Zweck, denwir zunächst erstreben, sondern auch für damit zu verbindendenUnterricht in ver Technologie und andern Lebenskenntnissen.

Die großen, wichtigen Resultate dieses Lebensunterrichts er-geben sich von selbst, sind auch in dem Vorhergehenden zum Teilschon geschildert worden. Wir erziehen durch ihn in unser»Knaben und Jünglingen Bürger, welche nicht nur mit Gott undihren Pflichten, sondern auch mit ihren Rechten als Menschenund Bürger, und mit den Einrichtungen des Staates, dessenFormen und Gesetzen bekannt sind. Solche gesteigerte Einsichtsichert den Staat allein für immer gegen die Macht wild gären-der Leidenschaften und fanatischer Einflüsse exaltierter Brauseköpfe.Durch diese Lebensbildung rücken die mittlere,: und unterenStände auf eine Stufe der Kultur, welche, wenigstens in diesemZweige, sogar den höheren Ständen zum Teil abgeht, und, wasinan poputacs oder Pöbel nennt, verschwindet aus der Mensch-