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1 (1890)
Entstehung
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werden kann, darf das Wie nicht fehlen. Es darf wohl an-genommen werden, daß solches in betreff der Unsterblichkeit reinunmöglich ist, wenigstens so weit wir jetzt in der Psychologie ge-kommen sind. Ob es in dem Fortschritt künftiger Jahrhunderteden Forschern noch einmal gelingen wird, der Sache aus dieSpur zu kommen, ist möglich, aber unwahrscheinlich.

Die Frage scheint daher nicht auf dem Gebiete des Ver-standes oder der Wissenschaft ihre Erledigung finden zu können.Mit Recht ziehen wir uns daher in das Bereich des Gemüts-lebens, des Glaubens und der Ahnung zurück, um die Gewißheitzu finden, deren wir bedürfen. Um so mehr, weil bei denSpekulationen über das jenseits jener Maller Liegende (dasTranscendente) nichts herauskommt, ja wir dürfen weiter geheilund sageil, weil sie, bis auf einen bestimmten Punkt fortgesetzt,nachteilig wirken. Denn sie gewähren, auch nach meiner Er-fahrung, dem Menschen nicht nur keine Befriedigung, sondern sierauben uns auch die zum gesunden frischen Dasein, zum Lebens-genuß liild Wirken unentbehrliche Spannkraft und Energie.Darum ist zwar auf die Frage selbst nicht zu verzichten und sienicht als nicht vorhanden anzusehen sie bleibt als ein unauf-gelöstes Problem stehen aber mau flicht die Antwort auf siein andrer Region. Wohl dem, der hier eine so durchaus be-friedigende Lösung findet, daß ihm nichts zu wünschen übrigbleibt! Ich habe einen Freund, der, trotz der innigsten Liebe zuWeib und Kind, die Thatsache ihres an einem Tage erfolgtenTodes zu uichte machen zu können, keinen Augenblick gewünschthat. So fest ist er nicht nur von der Fortdauer, sondern vondein Heil, das dadurch über diese und ihn gekommen ist, über-zeugt. Das ist eiil Glaube, der Berge versetzeil kann. Ich kannmich desselben in gleichem Grade nicht rühmen, wenigstens nichtandauernd. Namentlich gilt dies von dem Tode meines Adolf.Der frühe Tod eines hoffnungsvollen Kindes erscheint mir alsdas Schmerzlichste, Unauflöslichste, was es geben kann. DerZweck des Lebens ist doch die Entwickelung im Leben. Denhat doch kein Kind erreicht; es hat ihn, wie es scheint, verfehlt.Freilich weiß man, da es für keinen, auch nicht für Methusalah,eiile Vollendung hienieden gibt, niemals, wann es Zeit ist, hier