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Gesellschaft und verhalten sich zn einander wie äußere Gliederzu Nerven. Darin aber sind beide einander ähnlich, daß sie,jeder nur in andrer Art, das stabile Prinzip des Staats dar-stellen : die Bauern gebunden durch Sinnlichkeit an die Erdscholle,die Gelehrten durch das Forschen und Lebe» in der Vergangen-heit. DaS Vorwärtsschreiten, die Bewegung liegt in denen,welche wir im menschlichen Leibe dem Blute vergleichen und derKürze wegen Kauflente genannt haben. Dieser eine Name be-zeichnet die eigentlichen Bürger. Wir könnten auch sagen: diePradnzierenden sind der Leib, die Gelehrten die Vernunft, dieKauflente, als die Vermittelnden zwischen Sinnlichkeit und Ver-nunft, der Verstand. In ihnen, d. h. in den Bürgern, liegt diebewegende Kraft der gebildeten Staaten der heutigen Zeit, unddie Impulse gehen von ihnen aus. Ob die Richtungen, die sieverfolge», die rechten sind, darüber müssen die Wissenden undForscher der Knltnrgesetze befragt werden. Die Bürger, oder dermittlere Stand, bringe» das vom dritten Stande Erzeugte inUmlauf, in Zirkulation, sie sind die Adern, die Flüsse und Ströme,die Bindeglieder der getrennten "Nationen. — Welche Bildungist ihnen z» geben? Genügt ihnen, entspricht den Forderungen,die ihr Geschäft an sie macht, die dürftige Bildung, welche fürden dritten Stand hinreichen muß? Oder sollen sie ins Altertumversetzt werden, wie die Gelehrten, sie, die vorzugsweise dielebendige» Kräfte der Gegenwart bewegen? Kein Verständigerwird eine dieser Fragen bejahen. Sie sollen die "Naturproduktebearbeite» »nd sie verbreiten. Folglich werden die "Natur »nddie neuere» Sprachen in Verbindung mit der Erdkunde, Mathe-matik und neueren Geschichte die Hauptmittcl bleiben, an welchenwir die Jugend des mittleren Standes zn bilden haben. Diesist mit wenigen Worten eine Nachweisnng der "Notwendigkeit desRealismus in dem Organismus des Schulwesens eines zivili-sierten Landes. Nur die höchste Einseitigkeit kan» diese gerechtenAnsprüche des mittleren Standes heutzutage nach leugnen, undnur Engherzigkeit kann die Behauptung wage», daß die gelehrtenSchulen auch für den Bürger die beste Vorbildung gewähren;Humanismus und Realismus, mit denselben Schülern zugleich