Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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dieser Bemerkung genannten Gegenständen der Fall. Zeige ichdem Knaben z. B. eine Maschine, ein einsaches Schiff (ein Modell),so daß er alle Teile genau wahrnehmen kann, so wird seinemAnschanungsvermögen und seinem Verstände die vollkommensteBefriedigung gewährt. Er faßt den Zweck des Schiffes auf undbemißt darnach die Zweckmäßigkeit der Einrichtung desselben,er beurteilt die angewandten Mittel und erkennt diese wiederals die Ursachen zur Erreichung der Wirkungen, die vor derErbauung des Schiffs als Zweck gedacht wurden. Das

erste, was gedacht wird, ist der zu erreichende Zweck. Da-durch wird die Erbauung eines Schiffes beabsichtigt.Nachdenken über die Erreichung des Zwecks und Kenntnisder Umstände führen ans die Mittel. Meist muß unterden verschiedenen eine Wahl getroffen werden, also eine über-legende Beurteilung stattfinden, und sämtliche Umstände er-wogen werden. Die herbeigeschafften Mittel werden dannin ihrer Anwendung zu Ursachen, und die beabsichtigtenZwecke erscheinen in deren Gefolge als Wirkungen. Insolcher Weise wird der Lernende durch das vorliegende Inter-esse bewogen, die wichtigen Begriffe: Zweck, Absicht, Mittel,Ursache, Wirkung u. dgl. m. an konkreten Beispielen in ihrergegenseitigen Beziehung und Wechselwirkung zu durchdenkenund dadurch den eigentlichen praktischen Verstand in dervorzüglichsten Art auszubilden. Ich glaube daher, daß derVorschlag, zu den eigentlichen Denkübungen Werkzeuge undMaschinen zu gebrauchen, einer ausgedehnteren Überlegungwürdig ist.

Die zweite Bemerkung betrifft den Unterricht in der Geo-graphie. Es ist die: Wir lehren in den Schulen immernoch viel zu viel. Wir lehren Dinge, die derjenige, der siebraucht, späterhin von selbst lernt. Aber dann, wenn mir sielehren, aus dem Buche heraus und in der Schulstnbe, entbehrensie alles Lebens, aller Eindringlichkeit, wie aller Unmittelbarkeitund eigentlich aller Wahrheit. Denn alle realen Dinge werdennur in uns wahr, wenn wir sie unmittelbar anffassen. Wo diesnicht möglich ist, da lehren wir Worte, und unsere Schüler