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1 (1890)
Entstehung
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könne. Ich habe dieses nie geglaubt. Aber, leider! kann ich esnicht mit derselben Entschiedenheit behaupten, daß ihm dieses inkeinem Stücke gelungen wäre. Die Abhängigkeit der Beamten,der Servilismus der Mensche», der Mangel fester, sittlich-ver-nünftiger Bildung sind dazu zu groß. Mußte man es dochdamals erleben, daß in so wenigen Jahren, während welcherBeckedorfs regierte, in manche Seminarien ein Geist gedrungenwar, den man früher gar nicht gekannt hatte, und der, Gott seiDank! auch seitdem rein wieder verschwunden ist. Lehrerändertenihre Grundsätze, segelten mit dem herrschenden Winde, den sierochen, sprachen über unschuldige Freuden, die sie selbst bis dahingenossen hatten, das Berdammnngsurteil ans, verbreiteten mitgeschäftiger Hand pietistische Traktätchen mancherlei Art, be-schränkten den Religionsunterricht der künftigen Volksschnllehrerans die Lehren von der absoluten Verdorbenheit der Menschen-natnr, von der Genngthunng und der stellvertretenden Gnade,perhorreszierten die Moral als die dem wahren Geiste desChristentums widersprechende heidnische Weltweisheit, und wieder Inhalt dieser Geistesbeschrünktheit und ungeheueren Ver-drehung der ChristuS-Religion weiter heißet. Aber, siehe da! derganze Spuk verschwand bald. Ein Pröbchen von der Selb-ständigkeit abhängiger, unfreier Männer, auch mancher Lehrer.

Durch dieses alles will ich ans den genannten Mann keinenStein werfen. Ich erzähle Erlebtes, Thatsachen, deren Erinnerungnach dem Gesetze der Jdeen-Association, der Verknüpfung derVorstellungen durch den Raum, die Kirche in Stettin mir leb-haft wieder vergegenwärtigte. I» religiösen Dingen hat es jedermit seinem Gewisse» zu thn». Daß ich aber Herrn Becke-dorfs wegen seiner hohen Ansichten über die Organisation desSchulwesens eines Staates sehr hoch achte und seine unleugbargroße», ja außerordentlichen Verdienste um das preußischeVolksschnlwesen dankbar verehre, das habe ich schon bei mehrerenGelegenheiten ausgesprochen und werde es nie verleugnen.

Um 12 Uhr mittags lichtete das Dampfschiff Maria, KapitänLous, ein Rormann, ein äußerst feiner, gegen jedermann gefälligerSeemann, die Anker. Die Oder fließt zur Seite einer schöne»