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1 (1890)
Entstehung
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markbrandenbnrgischen, die Mundart im Sundgan »nt der inPonunern, die Dichter Hebel und Uhlaud mit norddeutschen,den Stil der Münchener Gelehrten-Zeitnng mit der Darstellnngs-kunst in den Jahrbüchern für wissenschaftliche Kritik in Berlin,den Stil Bettineus mit dem der R ah e l oder der S t i e g l i tz,oder den des verstorbenen Hauff mit dem kunstreichen desVar» ha gen von Ense, allenthalben wird man den Unter-schied der Natur und der Kunst, des Natürlichen und des Gemachten,des Gemütlichen und des Reflektierten, des Ursprünglichen unddes Erzeugten wieder finden. Ich will keinen Teil über denandern setzen; den Preis der Thätigkeit nimmt der 'Norddeutschevoraus, aber es ist keine Frage, ans welche Seite die natürlicheFülle und Zuneigung fällt.

'Natürlich zeigt sich dieser durchgreifende Unterschied auch inden Lehrern, wie in den Kindern. In letzteren tritt er wenigerhervor, weil das Gemachte der Zeit bedarf und erst mit denJahren hervortritt. Das süddeutsche Kind ist weniger anschicklich,als das norddeutsche, üppiger, voller, wilder und unbändiger.Die norddeutschen sind gewandter, listiger, pfiffiger. Den natür-lichen gesunden Menschenverstand besitzen auch die süddeutschen.Die norddeutschen lassen sich leichter zustutzen, abrichten, dressieren,für das Examen und seine mannigfaltigen Forderungen präpa-rieren. Die süddeutschen Lehrer sind einfacher, gerader, natür-licher, gemütlicher als die norddeutschen; letztere besitzen größeremethodische Gewandtheit, sie reflektiere» mehr, suchen Gründeauf, arbeiten mit Absicht. Die größten Katecheten waren Nord-deutsche. Zungenfertigkeit findet man auch unter den LehrernSüddeutschlands selten; dagegen spricht mancher norddeutscheLehrer, auch in den Seminarien, mit der Fertigkeit eines Buchesund dadurch seine Schiller tot.

Den Norddeutschen gefällt es, wenn sie nach dem Südenkommen, außerordentlich, Land und Leute, nicht umgekehrt. Dennüberall kehrt der Mensch gern zur 'Natur und Natürlichkeit zurück.Gern hält sich zwar der Süddeutsche in nordischen Städteneinige Wochen ans, aber er fühlt sich nicht behaglich, sonderngeniert. Man muß sich an das Norddeutsche erst gewöhnen,

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