VIII.
Die Neife nach den dänischen Staaten?
In Briefen.
1 .
Kopenhagen, Freitags, den 1. Juli 1836,und an den folgenden Tagen.
Teurer Freund!
Es war Zeit, daß ich mich fortmachte. Ich war schon längereZeit unwohl, ermattet, zur Arbeit unlustig und in der übelstenStimmung. Meine Krankheit war geistiger Art.
Das Unglück mit unserm Adolf* ** am ersten Weihnachts-
* Der vollständige Titel der Schrift ist: Bemerkungen und Ansichtenauf einer pädagogischen Reise nach den dänischen Staaten im Sommer 1836,für seine Freunde und für die Beobachter der wechselseitigen Schuleiu-richtung niedergeschrieben.
Was ich aus dieser Schrift hier mitgeteilt, bildet in derselben mitAusnahme von einigen pädagogischen und sozialen Bemerkungen ein zu-sammenhängendes Ganze. Nach dem Schluß des letzten Briefes aus Ham-burg (Diesterweg reiste von hier direkt nach Berlin) folgt die Beurteilungder wechselseitigen Schuleinrichtung. Es ist das Verdienst Diesterwegs (errechnete sich dasselbe auch selbst zu), daß dieses Fabriksystem, dieses Maschinen-wesen, wie er es nennt, auf deutscher Erde spurlos, wenn auch nicht ohneKampf, verschwunden ist, und man wird es mir nicht verdenken, daß ich inden „ausgewählten Schriften" dasselbe auch spurlos verschwinden lasse.
** Aus Diesterwegs Tagebuche: Berlin, den 30. Dezember 1835.Über unfern unvergeßlichen, ewig teuren Adolf will ich mir einiges auf-schreiben. Es ist mir ein Bedürfnis, vielleicht einige Beruhigung. — Er