Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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IV.

Mer die Lehrmethode Schleiermachers.

Den Vortrag, den ich zu halten iin Begriff stehe, könnteich, ohne die Wahrheit zu verletzen, mit den Worten beginnen:Ein Scepter ist gebrochen in der Hand eines Königs, eine Kroneist gefallen von einem fürstlichen Haupte, ein Selbstherrscherist gestorben, ein Hoherpriester ist eingetreten in das Allerheiligste,und ein Stern ist untergegangen; aber ich würde um des Zweckeswillen, den ich mir gesetzt, in solcher Weise nicht fortfahrenkönnen, das Ende würde daher dem Anfänge nicht entsprechen;ich werde daher in simpler Rede die Gedanken vortragen, diemich bewegen. Bewegen, sage ich, denn ich will von FriedrichSchleiermacher reden, jenem Manne, den der Anfang diesesJahres uns geraubt, dessen Andenken daher »och nicht zur stillen,betrachtenden Ruhe gelangt ist, den wir, ach, noch so schmerz-lich! vermissen.

Aber, werden Sie gleich fragen, wie komme ich dazu, ineiner pädagogischen Gesellschaft von ihm, der doch eigentlich nichtin dem Fache, in dem Schullehrer arbeiten, thätig gewesen, zureden? Sie haben recht, er, der Unvergeßliche, wird gewöhnlichals Altertumsforscher und Philosoph, als Geistlicher und Pro-fessor ausgefaßt, und insofern stand seine Thätigkeit mit demWirken der Schullehrer nicht in rinmittelbarer Beziehung.Aber als Dozent über Pädagogik steht er schon in näheremVerhältnisse zu unserm Beruf, ja in letzterer Hinsicht ist erunser Lehrer gewesen. Ich bin nicht so glücklich gewesen,das Wortunser" in betreff der Pädagogik auch auf mich