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Brahmascho Presse — Brahui.
ausgebildete ist, höher, als diejenigen mit einemeinfachen Kamme; gewöhnlich sind sie mehrfarbig;man unterscheidet hell- n. dunkelfarbige. Die letz-teren sind gewöhnlich schwarz mit weißen odergelblichen Federn. Die helleren haben weißeFedern, welche an der Basis blau-grau scheinen;am Halse sind die meisten Federn in der Mitteschwarz gestreift; die Flügel sind weiß mit schwarzenFlngsedern; der Schwanz ist schwarz, Füße gelbu. befiedert. Die B. legen u. brüten gut.
Brahmasche Presse, s. u. Hydrostatische Presse.
Brahmatschari, die erste Lebcnsstufe der Brah-manen.
Brahmavarta, das heiligste aller altindischcnGebiete, das Musterland der indischen Verfassung,das Land der wahren Lehre, zwischen den FlüssenSarasvati u. Drischadvati; jetzt zu einem Tribu-tärstaatc des Pendschab gehörig.
Brahmen, Brahminen, so v. w. Brahmanen.
Brahmo-Samaj, d. h. die Kirche Brahmas,eine Partei innerhalb der Vedareligion oder desBrahmanismus in Ostindien, welche diese Reli-gion aus sich selbst heraus reformircnd zu läu-tern u. zn vergeistigen strebt. Schon Ans. des12. Jahrh. stiftete unter Anregung des Moham-medanismus Ramnnudscha eine reformirte Kircheder Wischnu - Verehrer, der im 14. Jahrh. sein5. Nachfolger, Ramananda, eine noch freisinnigereRichtung gab. Der Schüler des Letzteren, Kabir,Avadhuta (d. h. der Abgeschütteltc) genannt, gingnoch weiter, verkündigte den reinsten Monotheis-mus n. verwarf alle Brahmanischen Mythen undCeremonien. Von demselben Geiste beseelt ist dieviel einflußreicher gewordene Reform von Nanak,dem Gründer der Sikhreligion. Äbnliche Resorm-bestrebungcn erwachten in Ostindien zu Anfangdieses Jahrh. unter dem Einfluß des Christen-thums, noch zn der Zeit, als die alte ostindischeGesellschaft keine Missionäre in ihren Besitzungenzulicß. Ram-Mohun-Roy, geb. 17-72, gcst. 1833zn Bristol, trat als Gründer des B.-S. ans, in-dem er zu beweisen suchte, daß die ursprünglicheReligion der Veda viel reiner sei, als die gegen-wärtige indische Volksrcligion. Er hielt dabei amOffcnbarnngscharaktcr der Veda fest; nicht sosein Nachfolger, Debendranath Tagore, der sichnur auf die Offenbarung Gottes in allen Herzender Menschen berief u. deshalb auch außer denVeda aus den Werken alter indischer WeisenAnssprüche zur Darstellung des Glaubens desB.-S. sammelte. Dieser älteren conservativcnRichtung im B.-S., die sich Adi B.-S., dieerste Kirche Brahmas, nennt, stellt sich neuer-dings eine mehr fortschrittlich gesinnte entgegen,unter dem Namen: B.-S. von Indien. IhrStifter ist Keshab Tschander Sen. Diese Richt-ung will nicht nur wie die ältere alles Götzen-dienerische, Abergläubische aus dem Brahmanis-mus austhun, unter Beibehaltung des Reinerenoder einer Verbesserung Fähigen, sondern sicbricht völlig mit der Kaste, legt die heil. Schnurder Brahmanen ab u. stellt einen rein ethischenMonotheismus auf, für den sie den Ansdrucknicht nur aus den Veda u. den alten indischenWeisen, sondern aus allen heiligen Büchern derMenschheit, namentlich auch aus der Bibel zu-Picrerä Universal-Conversations-Lexikon. 6. Aufl. I)
sammensucht. Besonderes Gewicht legt dieseRichtung des B.-S. auf ihre Übereinstimmungmit der ursprünglichen Lehre Christi selbst, imUnterschiede von den Dogmen der verschiedenenchristlichen Confessioncn n. Secten. Ein Katechis-mus des Adi B.-S. faßt seine Lehre kurz so zu-sammen: Die Gottheit der Brahmos sei der einewahre Gott, ihr Gottesdienst, Gott zu lieben unddie Werke zu thun, die er liebt, ihr Tempel dasreine Herz, ihre Ceremonien gme Werke, ihreOpfer Aufgeben der Selbstsucht, ihre Büßungen,keine Sünden begehen, ihr Wallfahrtsort die Ge-sellschaft der Guten, ihr Veda Gotteserkenntniß,ihre heiligste Formel: Sei gut u. thne Gutes, derechte Brahmanc Jeder, der Brahma kennt. Vgl.Max Müller, über Missionen, Straßb. 1874. Löffln.
Brahms, Johannes, bedeutender deutscherComponist u. Klavierspieler, geb. 7. März 1833 znHamburg, Sohn eines Contrabassisten im dortigenStadtthcater-Orchester. Nach gründlichen Studien,seit 1845 bei Ed. Marxseu in Altona, trat er 1847als Klavierspieler mit Erfolg ans. Im I. 1853lernte er in Düsseldorf R. Schumann kennen,welcher seine Begabung zu schätzen wußte n. durcheinen begeisterten Artikel v. 28. Oct. 1853 in derNeuen Zeitschrift für Musik die allgemeine Auf-merksamkeit ans B. lenkte. Dieser fand jedochbei seinem Auftreten in Leipzig gcthcilten Beifall,volle Anerkennung widmeten ihm nur die An-hänger der ncudeutschen Schule. Aber B. schlugbald eine Richtung ein, welche ihn von der letzt-genannten Schule trennen mußte. Nachdem er1862 schon einmal in Wien erfolgreich als Pianistausgetreten war, siedelte er 1863 dahin über,Lirigirte im Winter 1863—64 die Singakademie,veränderte aber in den nächstfolgenden Jahrenmehrfach seinen Aufenthalt (Hamburg, Baden-Baden, Schweiz, Wien rc.), übernahm 1872 dieDirektion der Conccrte, welche die Gesellschaft derMusikfreunde in Wien veranstaltet; 1874 wurdeer Mitglied der Berliner Akademie der Künste.Unter seinen zahlreichen Compositionen (gegen60 Ox.) bekunden die ersten (Klavierstücke, einTrio, Gesänge) lebhafte, ungezügelte Phantasie,während er in den folgenden Orchester- n. Gcsang-wcrken nach größerer Klarheit der Form strebten. nach u. nach zn einem individuell entwickelten,abgeschlossenen Stil gelangte. Hervorznhcbensind 2 Klavierqnartette, 1 Quintett, 1 Klavier-concert, 2 Sextette, 2 Serenaden für Orchester,ein- n. mehrstimmige Gesänge, darunter dasSchickjalslied von Hölderlin, Rhapsodie von Goethe,u. die größeren Chorstückc: Rinaldo, für Männer-chor u. Solo, ein deutsches Requiem, Trimnphlied.
Brahui, 1) Gebirg in Belntschistan, die Grenzezwischen Indien u. Iran bildend; geht als Fort-setzung der Snleiman-Kctte in zwei Gebirgszügen,von N. nach S. bis zum Meere am Ras Maari(Cap Monza, ssinls Koclrosiao). In seinemslldl. Theil führt es auch den Namen Hala-Geb.Die Höhe steigt bis zu 3000 m. 2) (Brahuik)Volk in Belntschistan, hauptsächlich im Kelat,Katscha - Gandawa, bis in das Jndnsgcbiethinein wohnend, von kurzem, gedrungenem Kör-perbau, platten, den Mongolen ähnlichen Gesichts-züge», braunen Haaren u. Bärten, mit niedrigerl. Band.