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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
Entstehung
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755
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Boylcs Gesetz

Er gab heraus kbalarickio spistolas, 1695. Dasnach chm genannte B-sche Planetarium ist von 'dem Mechaniker G. Graham verfertigt. !

Boyles Gesetz, so v. w. Mariottesches Gesetz;s. u. Gas.

Boyne, 104 lern langer, schiffbarer Fluß inIrland; entspringt im N. der Grafschaft Kildare,Provinz Leinster, nimmt in East - Meath denBlackwater auf, hat einen Kanal bis Trim undmündet ins Irische Meer unweit Drogheda. Anseinen Ufern besiegte 11. Juli 1690 Wilhelm III.von Oranien seinen Schwiegervater Jakob II.

Boyneburg (Boimeneburg, Bömelburg), ur-alte, in Trümmern liegende Burg im KreiseRothenburg des prcnß. Regbez. Kassel, Stamm-haus der Familie B. (Boinebnrgk), eines derältesten und verbreitetsten deutschen Geschlechter;theilte sich schon im 13. Jahrh. in den Weißenu. Schwarzen Stamm u. mehrere Linien u. wurde1554, 1571 u. 1653 in den verschiedenen Stam-men in den Freiherrnstand, eine Linie desSchwarzen Stammes in de» Grafenstand erhoben.

I. Weißer Stamm, gegründet von Bodo I.;zu demselben gehört: 1) Kurt v. B., der kleineHesse, geb. 1487 in Hessen, von kleiner Figur;'trat früh erst in hessische, dann in kaiserlicheDienste, focht bei Pavia, übernahm den Befehlder von Frnndsberg dem Connetable von Bour-bon Angeführten Truppen u. eroberte mit ihnen1527 Rom. Mit Oranien schützte er 1528 Neapelgegen die Franzosen, nahm 1532 theil an derBelagerung von Florenz u. wurde im Türken-kriege 1532 Anführer des deutschen Fußvolkes.1533 zum Geheimen Kriegsrathe Karls V. u. desKönigs Ferdinand ernannt, belagerte er Pest, woihn Karl V. zum Ritter schlug u. znm Feldherrnernannte. 1544 eroberte er St. Dizier an derMarne für den Kaiser; von dem Herzog vonBayern mit Vertheidignng des Städtchens Rainbeauftragt, wurde er dort zur Capitulation ge-nöthigt, deshalb verhaftet, aber als unschuldigfreigelassen. Er wohnte der Schlacht bei Mühlbergbei u. war 1557 bei St. Quentin. B. st. an;seinen Gütern in Schwaben 1567. 2) HermannFriedrich v., aus dem erloschenen Zweige zuHohenstein, geb. 26. März 1665; focht mit dendänischen Hilfstruppen 1690 in Irland an derBoyne n. unter den Kaiserlichen als Brigadierim Spanischen Erbfolgekricge, seit 1701 in Ober-Italien u. wurde znm Generalfeldwachtmeister er-nannt; er starb 27. Septbr. 1703 in Roveredo.

II. Schwarzer Stamm (Boineburg-Lengsfeld),in Thüringen u. Hessen; zu ihm gehören: 3) Jo-hann Christian v. B., Herr zu Breitenbach u.Dippach, geb. 12. April 1622 in Eisenach; warGesandter an mehreren Höfen, bes. in Stockholm,trat 1656 zum Katholicismus über u. in MainzischeDienste, wurde Geheimrath des Kurfürsten n»unterhandelte beim Pyrenäischen Frieden. Er zogLeibniz (der nachher sein Privatsecretär war),Pusendorf u. A. in Mainzische Dienste, geriethindeß bei seinem Herrn in Ungnade, wurde 1665gefangen gesetzt, aber losgesprochen. Er st. 8. Dec.1672 auf seinem Gute bei Frankfurt. SeineBniefe, herausgeg. von Meelführer, Nürnb. 1703,Strntze, Jena 1706, n. Gruber, Hannover 1715.

— Boytoll.

4) Philipp Wilhelm, Graf v. B., Sohn d.'SVor., geb. 21. Nov. 1656 in Mainz; war erst Geist-licher, besaß viele Präbenden n. hatte Aussichtenauf den erzbischöflichen Stuhl, wandte diesen aberdem Bruder seines Schwagers, Franz Lotharv. Schönborn, zu, wurde 1697 in den Grafen-stand erhoben n. 1702 Statthalter in Erfurt; erstarb 23. Febr. 1717. 5) Moritz Heinrich,Freiherr B. v. Lengsfeld, geb. 2. Octbr. 1788;trat 16 Jahre alt in preußische Militärdienste,1807 aber in die westfälische Armee über undrückte nach n. nach während der NapoleonischenKriege, an denen fast allen er thcilnahm, znmOberstlieutenant u. Regimentscommandeur auf.Im October 1813 ging er mit seinem Regimentzu den Österreichern über, ward 1832 zuin Ge-neralmajor befördert u. erhielt 1842 mit der Er-nennung znm Feldmarschalllieutenant das Com-mando der Armeedivision in Ofen. An LederersStelle wurde er 11. Mai 1848 zur Übernahmedes ungarischen Generalcommandos berufen, >edochim Juli nach Galizien versetzt, wo er unterHammcrstein Antheil an der Unterdrückung desAufruhrs zu Lemberg nahm. .Anfang 1849 wurdeer Militärcommandant in Österreichisch-Schlesienzu Troppau. Seitdem in den Ruhestand getreten,erhielt er bei der Verabschiedung den Charaktereines Generals der Cavalerie u. lebte in Wien,wo er 20. Sept. 1868 starb.

Boysalz, ans Meerwasser durch Verdunstendesselben an der Sonne in flachen Gruben ge-wonnenes Salz. Es enthält außer Chlornatrinm(etwa 90 pCt.) Chlormagnesinm, schwefelsanreMagnesia, schwefelsauren Kalk u. Wasser. Durcherdige Substanzen ist es häufig grau oder braungefärbt. Man verbraucht es theils noch znmEinsalzen namentlich von Fischen, theils reinigtman es entweder durch Answaschen mit Salz-wasser, od. durch Auflösen in Wasser, Filtriren u.Verdampfen der Lösung.

Boyton, Paul, amerik. Schissscapitän, geb.um 1848 in Pittsbnrg; verbesserte und vervoll-ständigte den von Merriman in New-Uork er-fundenen Schwimmanzng u. durchschwamm mitdemselben, ohne wesentlichen Verlust an Kraft n.Körperwärme zu erleiden, 28. u. 29. Mai 1875den Canal la Manche vom Cap Grisnez bis Do-ver in-etwa 24 Stunden Zeit, nachdem er am20. Oct. 1874 bereits einen vergeblichen Versuchgemacht. Von dem ihn begleitenden Fahrzeugenahm er, abgesehen von einigen Erfrischungen, Bei-hilfe nicht in Anspruch. Der ans Kautschuk be-stehende Schwimmanzng läßt nur Augen, Naseu. Mund frei u. enthält Luftbehälter zum Anf-blasen. Außerdem gehören dazu verschiedeneUtensilien, wie ein Ruder, ein kleines Segel, einProviantbehältcr, Gegenstände zum Abgeben vonSignalen rc. Beschreibungen in der Jllustr. Ztg.Nr. 1661 n. 1664 (Mai 1875). Capitän B. hatmit diesem Apparat bereits über 70 Menschen dasLeben gerettet; derselbe ist also wol geeignet, eineneue Epoche im Seerettungswesen zu eröffnen u.schließlich die Verluste an Menschenleben bei denjedes Jahr sich wiederholenden schrecklichen Kata-strophen zur See mehr und mehr zu reduciren.Einen ähnlichen Schwimmapparat hat neuerdinas

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