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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
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Bowycr —

and aeoauuts, Lond. 1854. Das von ihm Oct.1856 ohne Kriegserklärung über Kanton verhängteBombardement hatte seine Abberufung zur Folge.Aus seiner Rückreise besuchte er die Philippinen-Jnseln, über die er ein anziehendes Buch schrieb:Visit ko tbs Rbilippins Islands, Lond. 1859; ingleicher Weise hatte er früher schon Siam geschil-dert in: Iko iiinAäoin and xeoxls ok Üiarn, das.

/ 1857, 2. Bdc. Obwol er 1859 mit Pension aus

dem Staatsdienste getreten, erhielt er doch schon1861 Mieder den Auftrag, über einen Handelsvertragmit dem Königreich Italien zu unterhandeln. Inden letzten Jahren seines Lebens vertrat er dieRegierung in Hawaii u. schloß Freundschafts- u.Handelsverträge mit Belgien, Holland, Spanien,Italien u. der Schweiz. Nicht minder war B.mit Eifer für die Verbesserung des Gesängniß-wesens thätig u. gehörte 1872 zu den bedeutend-sten Mitgliedern des internationalen Gefängnißcon-grcsses zu London. Unter seinen noch nicht ge-nannten literarischen Schöpfungen sind ferner zuerwähnen die Pamphlete überRenumsrativsRrisonI-abour u. ll'Iis Restriotivs and Rrottibitar^ 8x-stom; Geschichten für die Jugend unter dem Ti-tel: Ninor Norals; On tüs Repsai ok tiie Oorxo-ration anck 'Issts Xots; eine Übersetzung vonChamissos Peter Schlemihl und ein Werk in spa-nischer Sprache über die Sklaverei in Afrika. B.starb 23. November 1872 auf seinem LandsitzeNormt Radkord bei Exeter. Nach seinem Todeerschien: -L momorial volumo ok saersd xoetr)',rvitir a memoir ok tdo autkvr, herausgegeben vonseiner Wittwe, Lond. 1873. Ein jüngerer SohnB-s, Edgar Alfred, geb. 1826, längere Jahrehindurch Registrator u. Bibliothekar des Handels-amtes, hat sich in der literarischen Welt durch seineÜbersetzungen der Gedichte Schillers, 2. Ausl.,Oxford 1873, Goethes, das. 1853, u. Heines, 3.Ausl., Lond. 1866, sowie der Psalmen, Oxford1858, bekannt gemacht. Vgl. Bartling, NekrologSir John B-s in Deutsche Warte IV. 701. Bartling.

Bowycr, Sir George, namhafter englischerRechtsgelehrter u. Vorkämpfer des Ultramonta-nismus in England, geb. 1811 auf dem Landsitzeseines Vaters zu Radley in Berkshire; studirte dieRechte, ward 1839 als Advocat an die Barre derRechtsschnle des Niddls Tomxis gerufen, hieltlängere Zeit Vorlesungen in derselben, ist Frie-densrichter u. Deputy-Lieutcnant der GrafschaftBerks. Im 1.1850 trat er zur Römisch-Katho-lischen Kirche über. Als PiuS IX. im Herbste1850 England in katholische Diöcesen theilte, wardB., der kurze Zeit zuvor zum Ehrendoctor vonOxford gemacht worden war, dazu ersehen, diesenAct zu vertheidigen, u. veröffentlichte zu diesemBehuse ein Pamphlet, unter dem Titel: liio 6ar-dinai Trostliisstox ok Vsstininster and tks norvRierarelix, das mehrere Auflaben erlebte. B. hatauch mehrere werthvolle juristische Schriften ver-öffentlicht, von denen zu nennen sind: ^ disser-. tation on tbs Statutes ok tiis Itaiian eitles,Lond. 1848; Lommsntariss on tlls modern LüvillUair, das. 1848; RsadinZs dsiivsrsd in tiisNiddls Tsmpls klail, das. 1851; Lominsntarieson universal Rndlio Uarv, das. 1854; Tbe Rri-vate Listor^ ok tiis Oreation ok tlro Roman Oa-

Boyaca.

tlrolio Rieraroii)-in Rußland, das. 1868; Intro-äuotion to tbe stuck)' and uss ok tlie 6ivURarv, das. 1874. B. ward 1852 für den FleckenDundalk ins Parlament gewählt u. vertrat densel-ben bis 1868. Bartlingl

Boxall, William, bekannter engl. Porträt-maler, geb. 1801 zu London; besuchte von 1819die dortige Kunstakademie und trat, nachdem ereinge Zeit vorwiegend Allegorien gemalr, zur Por-trärmalerei über, in welcher er lebendige Charak-teristik, gute Farbe u. viel Geschmack entwickelt.Er ist seit 1867 Director der englischen National-galerie. Regnet.

Boxberg, Stadt im Amtsbez. Tauberbischofs-heim des badischen Kreises Mosbach, an der Umpfcr,und an der Heidelberg-Würzburger Eisenbahn;Amtsgericht; 666 Ew. B. hatte früher eigeneHerren, kam im 13. Jahrh. an Hohenlohe u. denDcutschorden, im 14. an Die von Rosenberg.1468 nahmen es Mainz, Pfalz u. Würzburg, aberschon 1480 bauten es wieder die vorigen Besitzer;1523 wurde es durch den schwäbischen Bund zer-stört und war von da an mit kurzer Unterbrech-ung kurpfälzisch bis 1803.

Boxen, der Faustkamps der Engländer, wobeidie Kämpfer am Oberleibe unbekleidet sind undnach eigenen feststehenden Gebräuchen dem GegnerFauststöße, besonders auf den Unterleib, beiznbrin-gen, sich selbst aber dagegen zu decken suchen.Sobald ein Boxer ans der Erde liegt, darf ihnder andere nicht schlagen, ebenso nicht, wenn eraufhören zu dürfen bittet, wodurch er sich fürüberwunden erklärt. Ost kostet das B. den Käm-pfern die Gesundheit, zuweilen selbst das Leben.Das B. war sonst eine Art Duell, um Privat-streitigkeiten abzumachen, oder eigene Boxer foch-ten entweder gegen Bezahlung solche Privatsehdenaus, oder ließen sich mit ihrer Kunst für Geldsehen. Jetzt ist das B. gesetzlich verboten, dochhat das Verbot nur die Theilnahme der vorneh-men Welt an diesen Kämpserspielen beseitigt. Inden Vereinigten Staaten von Nordamerika ist dasB. neuerdings zur Leidenschaft geworden, beson-ders im W. Vgl. Pierce Egau, Loxiana, Lond.1824, 4 Bde.

Boxtel, Flecken im Arr. Herzogenbusch dernieder!. Provinz NBrabant, an der hier schiffba-ren Dommel; Papiermühle, Leinenweberei; 4802Ew. B. kam 1430 von den Herren v. Merhemdurch die Heirath an die v. Ranst u. später andie Grafen von Horn. Hier 14. September 1794Sieg der Franzosen über die vereinigten Hollän-der u. Engländer.

Boy (Boi, fr.), leichtes, tnchartiges Gewebe,ähnlich dem gepreßten Flanell, besonders in Eng-land, doch auch in Deutschland u. Frankreich gefer-tigt. 3) (Seew.) So v. w. Ankerboje; s. u. Anker.

Boyaea, 1) Staat der südamerik. Föderativ-republik Columbia, zwischen dem Magdalenenflußu. dem Orinoco; grenzt im NO. u. O. an Vene-zuela, im SO. und SW. an Cundinamarca undin NW. an Santander; ungefähr 44,000HKm (800 ^Weilen); 483,000 Ew., dar-unter 100,000 Weiße, 250,000 Mischlinge, geringeZahl von Negern u. Indianern (Salivas, Cabres,Ottomaken). Das Land ist fruchtbar u. gesund.