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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
Entstehung
Seite
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Bcckcn.

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Messer, oberer: von der höchstgelegenen Stelleder Psannenfläche einer Seite zu der anderen10,„ om b. M., 12,2 er» b. W.; unterer: voneinem Sitzbeinstachel zum anderen 10,g ein; schie-fer Durchmesser von der Vereinigung des anfstei-genden Astes des Sitzbeines und des absteigendendes Schooßbeines einer Seite zu dem Hüftbein-ausschnitte der anderen 12,^ am b. M., 12,? omb. W.; Umfang: 40—43 ein. ä) Untere B-öffnung: Qnerdurchmesser von einem Sitzknor-ren zum anderen 11,» am; gerader Durchmesservon der Mitte des Schambogens bis zur Spitzeder Steißbeine 8 ein b. M., u. b. W. 11o, om,durch Zurückbiegnng der letzteren noch um 1,« einbis höchstens 2„ ein zu erweitern; Umfang28,g om, resp. 32,5 ein. s) Die Höhe des gan-zen B-s beträgt im mittleren Maße 18—19 em.Die Aushöhlung des Kreuzbeines beträgt 1,^ bis1,s cm, höchstens 2,7 om; die Stärke desselbenan seiner Basis 4 om; die Stärke der Schooß-beinvereinigung 1,4 cm; weshalb man von deman einem Lebenden von außen genommenen Maße5,s cm u. außerdem ein Geringes für die Hant-bedcckungen abzurechnen hat. Zur Ausmessungdes B-s gibt es verschiedene Instrumente (B.-messer), den Pelvimeter u. Kliseometer (s- d.),letzterer dient zur Messung der B-neignng, d. h.der schiefen Richtung des B-s gegen den Horizontbei aufrechter Stellung der Person; elfterer bcs.für das weibliche B. rllcksichtlich der Geburt.Mißbildung des B-s (B-abweichnngen) sind eineder gewöhnlichsten Ursachen schwerer Geburten.Man rechnet dahin ein zu weites B., wodurchder Durchgang des Kindes zwar erleichtert, aberauch ans eine für die Gebärende in ihren Folgennachtheilige Weise zu sehr beschleunigt wird; einzu enges B. (bei weniger als 8 em der B-dnrch-messer kann nur ein sehr kleines u. unreifes Kindmit großer Anstrengung von selbst geboren wer-den); Knochcnauswüchse in der B-höhle, welcheoie B-öffnungen verengen; Verknöcherung derSchambeinverbindung; zu starke Zurückbengungdes B-s; Schiefheit des B-s nach einer Seite;Mißverhältniß der B-durchmesser, was bes. häufigbei verwachsenen Personen stattfindet. Das B.erreicht seine vollständige Ausbildung erst in denspäteren Jahren. Im Hüftknochen zeigen sich beinireifen Kinde nur 3 Knochenkerne, die sich all-mählich vergrößern u. erst im 6. Lebensjahre inder Pfanne sich erreichen u. deren feste Verwachs-ung erst im 14.—16. Jahre erfolgt. Das Kreuz-bein hat beim reifen Kinde in jedem der 3oberen falschen Wirbel 5, in jedem der 2 unteren3 Knochcnkerne. Die völlige Verknöcherung undVerwachsung der falschen Wirbel erfolgt erst nachdem 11. Jahre. Die Steißbeine sind bei der Ge-burt ganz knorpelig u. werden zum Theil erst im14.—20. Jahre zu Knochen.

L. Das B. der Säugethiere geht, wie das derMenschen, aus 3 Stücken (Darm-, Sitz- u. Scham-bein) hervor, welche hier wie dort zu einem ein-zigen Hüftbeine verschmelzen. Das Darmbein ver-bindet sich mit einer sehr verschiedenen Anzahlvon Wirbeln, bei manchen Edentaten geht auchdas Sitzbein Verbindungen mit dem Kreuzbeineein. Bei den höheren Ordnungen beschränkt sich

die Verbindung der beiden Hüftbeine ans dieSchambeine. Doch ist auch bei den Affen durcheine lange Schambeinfuge u. ein schmales Kreuz-bein eine langgestreckte B-form bedingt, welchesich auch noch durch geringe Breite u. gcringeresAnseinanderweichen der Darmbeine von dermenschlichen unterscheidet. Bei den niederen Ord-nungen tritt die Ähnlichkeit des B-s mit demmenschlichen noch mehr zurück; dasselbe wird sehrlang, u. auch die Sitzbeine stoßen in einer vor-deren Fnge zusammen, so bei vielen Hnf-, Nagc-u. Bcntelthieren. Bei manchen, z. B. Flatter-thieren n. Insektenfressern, findet sich an Stelleder Schambeinsymphysc eine bloße Bandverbind-nng, welche den weiblichen Individuen eine be-deutende B-ansdehnung ermöglicht. Vor denSchambeinen von Kloaken- n. Beutelthiercn findensich noch 2 besondere, aufwärts gerichtete Knochcn-stücke, welche wegen ihrer Beziehungen zu derBeutelbildung Bentelknochen genannt werden.Durch den Mangel der Hintergliedmaßen bei denWalen erleidet der B-gürtel eine Rückbildung, erwird durch 2 unter sich u. von der Wirbelsäuleetrennte Knochen, rudimentäre Scham--n. Sitz-eine, dargestellt. Bei den Vögeln verbinden sichdie 3 Stücke frühzeitig; das Darmbein erlangteine beträchtliche Ausdehnung u. geht, wie auchdie langgestreckten Sitzbeine, eine Verbindung miteiner größeren Wirbelzahl ein; die Schambeinesind vorn nur noch beim afrikanischen Straußeverbunden. Sonst ist das B. vorn offen. Beiden Reptilien ist das Darmbein schmal n. ver-bindet sich bei den Krokodilen, Eidechsen n. Schild-kröten nur noch mit 2 Wirbeln. Die Schamsitz-beine, ursprünglich einfach, werden durch ein Fensterin einen vorderen, das Schambein, u. einen Hin-teren, das Sitzbein repräsentirenden Ast gctheilt.Das Schamsitzbein der Krokodile ist einfach; vorihm liegt ein seiner Knochen, welcher zuweilen alsSchambein anfgcfaßt wurde. Noch mehr verein-facht ist das B. der Amphibien. Bei denFröschen sind noch die langen n. schmalen Darm-beine mit den Scham- u. Sitzbeinen vereinigt;bei den geschwänzten Amphibien dagegen nichtmehr. Bei den Fischen endlich liegt dem B-gürtel nur ein einfaches Knorpclstllck zu Grunde;dieses trennt sich bei den Gano'id- u. den Knochen-fischen- in 2 Theile, welche zuweilen durch eineNaht, zuweilen durch ein Band mit einander ver-bunden sind; auch treten sie verschieden weit nachvorn, um sich bei den Kehlflossern sogar init demSchultergürtel zu vereinen. Bei den übrigenFischen ist es meist ein einfaches Stück. — ImAllgemeinen nähert sich die Bildung des B-gürtelsder Wirbelthiere um so mehr der ihres Schulter-gürtels, je gleichartiger die Aufgabe der beiden Ex-tremitätenpaare ist; diese Homologie ist also beischwimmenden, kriechenden od. lausenden Thierengrößer, als bei fliegenden u. springenden.

-1) Berns.-' D> Thonut.

Becken, 1) Gefäß, welches breiter als tief ist,meist von Metall. 2) (Türkische B., Cinellcn,ital. Ifintti, OinsIIi, fr. Lznnbaies) Dünne Mctall-teller, in der Mitte mit einer halbrunden, beckenar-tigen Vertiefung, durch welche lederne Riemen znmHalten gehen; sie werden, streifend an einander