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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
Entstehung
Seite
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Becken.

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Wirbel über; s. Schwanz, o) Die beiden Hüft-beine (Ossa eoxao s. iuuominata) entstehendurch den Zusammentritt je dreier bis zu denJahren der Mannbarkeit geschieden bleibendenStücke, schließen sich zu beiden Seiten an dasKreuzbein an nnd bilden den ganzen vorderen,seitlichen u. vorwiegend auch den Hinteren Theildes B-s. Die drei das Hüftbein zusammen-setzenden Knochenpaare sind: aa) Das Darm-bein (08 ilsum s. itei), der obere nnd Hintere,ansehnlichste Theil, welcher nach oben eine breite,ausgehöhlte Fläche darstellt. Beide Darmbeinebilden zusammen die obere Seitenwand des B-s,nach außen die Hüfte u. stützen einen großen Theilder Gedärme. Das Darmbein bildet bloß in derJugend einen eigenen Knochen, indem es späterin der Pfanne (s. unten) mit dem Scham- n.Sitzbeine völlig verwächst. An seinem dicksten Theil,seitwärts u. nach unten, befindet sich die größtcn-theils von ihm gebildete Gelcnkhöhle des Schenkel-knochens, die Pfanne (Lostabnlnm), die größte n.tiefste Gelenkhöhle des ganzen Körpers. Siestellt eine halbkugelsörmige, nach hinten n. obenübcrknorpelte (halbmondförmige Knorpetfläche derPfanne, Rades Inuata aostabuli), unten miteinen: Ausschnitte (ludsura asetabuli) verseheneHöhlung dar, in deren Mitte eine nicht überknor-pelte, zur Aufnahme' nnd zum Ansatz des rundenBandes des Schenkelknochens bestimmte Vertiefung(Rovoa aestabuli) sich befindet. Die Knorpelflächeendigt in einen sehr erhabenen Rand (8nxoroili::macvtabnli), dessen Enden nach nuten u. vorn durchden Ausschnitt von einander getrennt u. Hörner(6orn.ua) genannt werden. Der kleinste vordereTheil der Pfanne gehört dem Schooßbeine, deruntere n. znm Theil der Hintere dem Sitzbeine an.Von der Pfanne aus erhebt sich das Darmbein,breiter n. dünner werdend, nach oben n. hinten.Die äußere Fläche mit einer nach oben convexenLinie dient dem mittleren u. kleinsten Gesäßmuskelzum Ansätze. Die innere Fläche bildet in ihren:oberen größten Theile die Seitenwand des großenB-s, mit dem kleineren Hinteren, rauhen Theilden Höcker des Darmbeines (Inder ossis itei)u. hat nach innen eine ohrförmige Knorpetfläche(Raoios anrionlaris), durch welche sie mit derohrförmigen Fläche des Kreuzbeines verbunden ist.Diese Verbindung des Hüftbeines mit dem Kreuz-beine heißt die Kreuzbeinhüftbcinfuge (8zmpbMssaero-itiaea) n. ist ein nur äußerst geringe Beweg-lichkeit zulassendcs Gelenk. Die untere kleinste Ab-theilung wird durch die ungenannte Linie (Riuoainnominaia), die zugleich die Grenze zwischen den:kleinen u. dem großen B. bildet, von der oberengeschieden, bildet den oberen Theil der Seitenwanddes kleinen B-s, verläuft nach unten in den Körperdes Sitzbeins, nach vorn in den horizontalen Astdes Schooßbeines. Der vordere, von der Psanneaufwärts steigende Rand ist concav u. hat untenund oben eine rauhe Erhabenheit, den vorderenunteren n. vorder:: oberen Darmbeinstachel (8p:uaanterior iulsrior st anterior supsrior o8sis ilei).An ihn schließt sich in einer stumpfen Ecke derbreite obere Rand (Kamm, Orista) an; derselbebildet nach außen u. innen zwei wulstige Lippen(Rabia). zwischen beiden eine Linie (Innen intsr-

moäia) u. nach hinten den oberen Hinteren Darm-beinstachel (8pina supsrior posterior); von diesen:abwärts zieht sich der Hintere Rand (der Halbmond-förmige Ausschnitt des Hüftbeins, ludsura ss-mitnuaris ossis iuuomiuati); er endigt mit den:unteren Hinteren Stachel u. geht in den glatten,wulstigen, sehr ausgeschweifte:: unteren Rand iiber,der zun: großen Theil den großen Ausschnittdes Hüftbeines (looisura isebiackioa major) ans-macht u. in das Sitzbein verläuft. bb) DasSitzbein (Os isobii), der mittlere u. untereTheil des Hüftbeines, bildet den unteren Theil derPfanne, schließt das B. seitwärts u. dient durchseinen tieferen Theil bei::: Sitzen dem Körperznm Ruhepunkte. Mau unterscheidet an ihn: denKörper n. zwei Äste, einen absteigenden u. einenanfsteigeudeu. Der Körper geht nach hinten ineine rauhe Hervorragung, den Sitzbeinstachcl(8p:ua isobii), über, der zur Anlage des unterenkleinen B-baudes dient; von diesen: beginnt dergroße Ausschnitt des Hüftbeines (ludsura isobia-äioa major s. iliaoa), der sich nach hinten bis zudem Hinteren unteren Darmbeinstachel zieht u. znmTheil von den: Darmbeine begrenzt wird. Derabsteigende Ast (Ramus ilssoouckous) ist eine Fort-setzung des Körpers n. endigt nach unten mit demdicken u. rauhen Sitzknorren (Inder isobii), wel-cher zur Anlage mehrerer Muskeln n. Bänder dient.An seiner Hinteren Fläche befindet sich zwischen den:Sitzbeinstachel::. Sitzknorren der kleine Sitzbeiu-ausschnitt (ludsura isobiackioa minor), welcherzum Austritt des inneren Hüftbeiulochmnskelsdient. Der aufsteigende Ast (Ramus asssnckous)steigt von: unteren Ende des aufsteigenden Astesunter einem spitzen Winkel nach vorn ::. oben,wo er in den absteigenden des Schooßbeines über-geht. oo) Das Schooßbein (Schambein, Os pnbis)ist der kleinste vordere Theil des Hüftbeines, der,sich mit den: gleichnamigen Theil der anderenSeite vereinigend, das B. vorwärts schließt. Manunterscheidet an ihn: den Körper, der in der Pfannesich mit den: Dar:::- u. Sitzbeine verbindet, u. 2von jenen: abgeheude Äste: der wagrechte Ast(Raums bormoubalis) geht nach vorn ab u. endigtmit einer oberen scharfen Leiste, in welche die un-genannte Linie auslänst (Schambeiukamm, Oristaossis xnsiis), in eine rauhe Erhabenheit (Scham-beinhöcker, Rubsrontum ossis pnbis); dervon den: wagerechteu ausgehende absteigende Ast(Raums itssoouäous) ist unterwärts n. auswärtsgerichtet und bildet mit den: der anderen Seitedie Schambeinvereinigung (8pmpbMs ossiumpnbis). Der unterhalb dieser Vereinigung befind-liche, im weiblichen B. mehr halbkreisförmige,bogenartige, im männlichen einen spitzeren Winke!bildende Raum heißt beim wcibl. B. der Scham-beinbogen (Lrous ossium pnbis), beim männlichenB. der Schambciuwinkel (^.nAutns ossium pnbis).Zn beiden Seiten nnd etwas oberhalb desselbenfindet sich das rundlich-dreieckige, große, von denÄsten des Sitz- und Schooßbeines umgrenzte, voneiner starken Membran (s. unten) verschlossene ei-runde Hüftbeiuloch (Roramsu ovats potvis s. ob-tnratorium).

B-bänder (lüssamsuta xdvis) sind a) solche,welche die einzelnen B-knochen unter sich u. mit