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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
Entstehung
Seite
57
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L. O. — Beaton.

8. v., Abbreviatur für Lonnm äatnm, einge-räumter Besitz.

BdelltUM (Oummi Läsllii), Schleimharz vo»Lalsamocksnäron akrivannm Xee«; kommt ausArabien u. Ostindien; ist rothbraun, mehr oderweniger durchsichtig, zwischen den Zähnen klebrig,von myrrhenartigem Geruch, bitterlich-aromatischemGeschmack; sonst äußerlich als stärkendes Mittelbei schlaffen, brandigen Wunden, innerlich gegenWürmer u. Amenorrhoe in Ruf, jetzt außer Ge-brauch.

Bdcllotomie, s. Blutentziehnng.

8 Dm (Musik), die mit zwei b (k> u. so) vor-gezeichncte Tonart; s. Tonsystem.

8e, 1) chemisches Zeichen für sBeryllinm.2) (Mus.) S. u. Solmisation.

8. k., Abbreviatur für 1) bons ost, es ist gut.2) Bonns svsutns, guter Ausgang oder Erfolg.

Beacht) Hcad, hohes Vorgebirg in der eng-lischen Grafschaft Sussex, am Kanal; den See-fahrern unter dem Namen die Sieben Brüderbekannt; Leuchtthurm. Hier am 1. Juni 1690Sieg der französischen Flotte über die britisch-hol-ländische unter Torrington; s. England.

Bcaminster, Stadt in der englischen GrafschaftDorset, amBrid, in einem fruchtbaren Thal; Scgel-tuchfabriken, Eisen- u. Knpferwaarenfabrikation;9000 Ew.

Beamte, Jeder, der mit einem Amte, bes. einemöffentlichen, versehen ist; s. u. Amt. Beamten-adel u. Beamtenaristokratie, s. u. Adel u.Aristokratie. Beamtenherrschaft, Beamten-thum, so v. w. Bureaukratie.

BcäNUs (vonLsrjauns,Gelbschnabel), ^eigent-lich ein noch nicht durch feierliche Deposition zumStudenten erhobener Schüler, dann ein neu an-gekommener Student, Fuchs. 2) Ein fahrenderSchüler. 3) Dummdreister Mensch; daher Bea-nismus, ungeschicktes, dummdreistes Betragen.

Bear-Haven, befestigte Insel in der Bai vonBantry, zur irischen Provinz Munster gehörig; istdurchaus gebirgig u. rauh u. bildet auf der West-seite der Bai den schönen Hafen gleichen Namens.

Beardstown, Sitz des Caß County im nord-amerikan. Unionsstaate Illinois; 2528 Ew.

Bear», ehemal. Grafschaft in dem slldwestl.Winkel Frankreichs, mit Bayonne u. MaMm,,5007 Hskm; dermalen die größere Hälfte desDep. Nieder-Pyrenäen, während ein kleiner Theildem Heidedepart. (Landes) zngetheilt ist; wirdvon einem kräftigen, arbeitsamen u. nüchternenVolksstamme (Bearncr) bewohnt, welcher mitdem Gascogner zu derselben provenxalischen Dia-lektsamilie gehört u. in den höher gelegenen Ge-birgsgegenden Bergbau, in den wärmeren ThälernWeinbau u. Leinweberei, sowie auch (namentlichin den Niederungen) Vieh- u. Pferdezucht u. Land-wirthschast treibt u. einen eigenen Dialekt spricht(Gramm, u. Wörterb. von Lespy, Pan 1858). —Die alte Hauptstadt Beneharnum wurde 845 vonden Saracenen zerstört, die nachherige war Pan.B. bekam unter den Karolingern seine eigenenVicomtes, welche seit 819 mehrere Dynastien bil-deten u. Alle entweder Gaston oder Centull hießen,bis Gaston VII., nach dessen Tode (1290) B. durchHcirath seiner Erbtochter Margarethe an die Grafen

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von Foix n. mit Foix an Navarra kam. Hein-rich IV., König von Frankreich, war als Kron-prinz von Navarra in B. geboren n. hieß daherder Bearner; er brachte B. 1593 an Frankreich,das unter Ludwig XIII. die Reformation in B.gewaltsam unterdrückte. Die Stände dieses Landeshatten bis 1789 große Vorrechte n. eine Oonrmajor, welche Ludwig XIII. 1620 bei der förm-lichen Einverleibung in Frankreich mit dem Par-lament von Navarra vereinigte. Wappen: zweischwarze Kühe im goldenen Felde. Vgl. de Bor-denave, Ulst, äs Bsarn sk Xavarrv. Par. 1873.

Bearn-Mcl), eine der besten Rinderracen derniederen Pyrenäen, am reinsten in der Umgegendvon Pan gehalten; die Thierc sind grau-gelb, hell-n. dunkelbraun, mit helleren Rändern um dieAngenu, das Maul, Heller gefärbt an den innerenTheilen der kräftig gebauten Extremitäten; habeneinen etwas großen Kops, breite Brust u. nachhinten etwas spitz zulaufcnden Leib. Sie sind sehrgeeignet u. gesucht als Arbeitsvieh; ihre Milch-ergicbigkeit u. Mastfähigkeit sind nicht bedeutend.

Beata (lat.), 1) eine Selige; s. n. Beatification.2) Betschwester; daher Beatismns, Frömmelei.

St. Beata, fromme Jungfrau zu Cenis inFrankreich, die sich vorzüglich armer Kinder an-nahm n. dieselben unterrichtete; Tag: 22. Dcc.

8eätao memorlae (lat.), seligen Andenkens.

Beaten (v. Lat.) hießen in Spanien die Ter-tiarierinuen, welche, ohne förmlich in ein Klostereinzutreten, die 3 Gelübde beobachteten; in Ita-lien hießen sie iUantills od. BinLooüo, in Frank-reich 8oonrs oonvsrsss, in Deutschland BekehrteSchwestern.

Bcatcnbcrg, Pfarrdors im schweizer KantonBern, auf hoher Bergtcrrassc am Thuner See,1230 IN ü. d. M.; in neuerer Zeit als Luftkurort be-sucht; 1042 Ew. In der tiefer gelegenen Beaten-höhle soll der heil. Beatus als Apostel mit seinemSchüler Achates gelebt u. den umwohnenden KeltendasChristcnthum verkündet haben. Die dort befind-lich gewesene Kapelle war im Mittelalter ein sehrbesuchter Wallfahrtsort. Der ans der Höhle kom-mende Bach heißt Beatenbach.

Bcaticum, in der Katholischen Kirche die demSterbenden ertheilte Hostie.

Beatification (v. Lat.), 1) Seligsprechung einerverstorbenen Person durch den Papst. Wenn näm-lich ein Individuum seiner Tugenden u. seinerWunder wegen von einigen Bischöfen für heiligerkannt wird, so erhält es, doch erst 50 Jahrenach seinem Tode, von dem Papste den Titel:Beatus oder Beata, Seliger oder Selige, undgilt nun als einer der Nächsten nach den Heiligen(s. Kanonisation). Die Körper der Seliggespro-cheuen oder Theile derselben werden öffentlich zurVerehrung ausgestellt, die Bildnisse derselben abererhalten eine Strahlenkrone. Doch ist die Anruf-ung u. Verehrung der Seligen auf einen be-stimmten District beschränkt. Daher beatifici-rcn, seligsprechen.

8«sti possiäentos (lat.), d. i. glücklich die Be-sitzenden! Sprüchwort für: gut, wenn man nurim Besitze ist, das Übrige, auch das Recht darauf,findet sich dann schon.

Beaton, David, ein Schotte, geb. 1494;