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Bozias
an der O Bahn; 2050 Ew.; Schloß, worin Tnrcnneerzogen wurde. Hier am 31. August 1870 Ge-fechte des 1. bayerischen Armeccorps mit dem12. franz., das den bayerischen Angriff abschlug.Am folgenden Tage mörderischer u. erbitterterKampf in der Schlacht bei Sedan, an der sichselbst Weiber des Dorfes bethciligtcn. Das 1. baye-rische Armeccorps u. Thcilc des 2. nahmenden von einer Division des Corps Lebrnn u.Mariuctrnppen hartnäckig vertheidigtcn Ort, derdabei von Grund ans zerstört wurde.
Bcrzias, Ort, s. Basiasch.
Bazin, Rigomer, franz. Schriftsteller n. Demo-krat, gcb. 1771 zu Le Maus; redigirte die 6broui-gus maneills, ward während der Schrcckenszeitverhaftet, infolge des 0. Thermidor aber wiederbefreit. Darauf redigirte er den Oömoerat,wurde 1812 bei der Malletschcn Verschwörungwieder verhaftet n. erst bei der Restauration frei.Er wurde 20. Jan. 1820 in einein Pistolendnellgctödtct. Schr. viele Pamphlete, vereint unterden Titeln: 8z nx, n. bluits äs 8z nx; ein Melo-drama; lasguslins ä'08bourx, 6barlsmag;no,Le Mans 1807 (Tragödie); Ls'läs (Novelle), cbd.1816, n. a. m. 2)ÄnaisB.de Raucon,franz.Historiker, geb. 26. Jan. 1796 zu Paris; wardAdvocat am königl. Hofe u. st. 1850. Er warMitarbeiter an der Hnoiiäisnns u. an dem 8ivroäs eont-st-un und schr.: 8Io§s bistorigus äs(Üirötieu-Ouillaume 8amoi§non äs blalssbor-bss, Par. 1831; Im 6our äs Llaris äs Usäleis(Älsmoirss ä'nu oaclsb äs stlasoogns 1615—1618), ebd. 1830; 8'sxogns sniis noin (8s-gnissos äs Inaris 1830—1833), cbd. 1833;Üistoiro äs8rauss sons 8onis XIII. (Preisschr.),ebd. 1837; Usolivroliss bisborlguss sur la visäs Xioliörs, 1851. 3) Antoine, Orientalist, Sc-cretär der Asiatischen Gesellschaft u. Professor derchincsischcn Sprache an der kaiserlichen Schuleder orientalischen Sprachen in Paris; starb 5.Jan. 1863; er schr.: 6rammairs Llanäarine, Par.1856, n. übersetzte 'I'böätrs olrinoi-i (eine Samm-lung von chinesischen Theaterstücken, geschriebenunter den mongolischen Kaisern), Par. 1838, u.Kao-tong-kias I'i-pu-Ici (ein chinesisches Drama),ebd. 1841.
Bazoche (La B.-Gonct), Marktflecken im Arr.Nogent-le-Rotron des franz. Dep. Eure-ct-Loire;2037 Ew.; Geburtsort von Jean L'Enfant.
Bazoche (Im sonlrorio äs In 2.), sehr alteVcrbindnng von Advocatcngehilfen in Paris, diedas Recht hatten, öffentliche Aufzüge u. Feste zuordnen. Um 1300 erhielten sie von Philipp demSchönen die Erlaubnis), unter einem eigenenOberhaupts — Hoi äs In 8. — jährl. mehrereöffentliche Vorstellungen zu geben. Diese letz-teren, geistlichen Inhaltes, erhielten den NamenNoralitss, bildeten sich aber bald zu der mehrsatirischen Sotie n. Farce aus, die wiederumals Prototyp des französischen Charakterlnstspielszu betrachten ist. blaitrs 8iorre katbolien, Par.1855, hcransg. von Genin, ist die für die ganzeGattung der Farcen charakteristischste. 1470 wur-den alle Vorstellungen der B. zunehmender Unsitt-lichkeit halber verboten, bis Ludwig XII. diesesVerbot aufhob u. ihr 1500 das Theater I'abls
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äs marbrs überweisen ließ. Schon 1547 erfolgteeine neue u. diesmal nicht wieder zurückgenom-mene Aufhebung, worauf die Mitglieder der 6on-trsris sich anderen Schanspiclergesellschaftcn ein-verlcibten. Vgl. Fabre, Ltuäes bisiorlgnss surIss elsres äs la 8., Par. 1856. Kürschner.
Bazoches-lcs-Hautos,DorfimArr.Chatcandnndes franz. Dep. Eure-ct-Loire, 261cm nördlich vonOrleans. Hier und bei Orgöres 2. Decbr. 1870blutiges Gefecht: die Armee-Abtheilung des Groß-herzogs von Mecklenburg drängte das 16. u. 17.französische Corps unter Aurelles de Paladine bisArtcnay zurück.
Baztan (Bastan), Thal in der span. ProvinzPamplona, auf der SSeite der Pyrenäen; grenztnördlich an das franz. Departement Nieder-Pyre-uäcn, wird durch zwei kleine Nebenflüsse der Bi-dassoa bewässert, hat gute Weideplätze u. Getreide-lt. Kastanicnbau; die 8000 Einw. leben in 14Ortschaften n. haben besondere Vorrechte; Haupt-ort: Elizondo.
Bazzr, Giovannantonio, genannt il Sod-d oma, berühmter ital.Maler, geb. 1474 zu Vercelli(Piemont), gest. in Siena 1574; ging ans der lom-bardischen Schule hervor, stand ursprünglich unterdem Einflüsse Leonardo da Vincis, bildete sich aberspater unter dem Einflüsse der florentiner u. rö-mischen Kunst. Seine Bedeutung liegt wenigerin großartiger Auffassung oder durchgcbildeterComposition, als in hohem Schönheitsgcfühl,schwärmerischer Empfindung und duftigem Schmelzedes Colorits. Seiner strengeren Richtung gebo-ren die Fresken ans dem Leben des hl. Benedictim Kloster Mte. Oliveto bei Siena an. Kurz dar-aus von Julius II. nach Rom berufen, malle erimVatican, hieranfin derFarnesinaAlexandersVer-mählung mit Roxane und die b ei Alexander um Gnadefür ihren Gemahl flehende Gemahlin des Darius.Später kehrte B. nach Siena zurück u. schuf dortseine vollendetsten Werke, darunter die Fresken inSta. Caterina u. Sto. Spiritu, dann in Sto. Do-menico Tafelbilder: Anbetung der Könige, inSto. Agostino, Kreuzabnahme, in Sto. Francesco,St. Sebastian, in den Osficien zu Florenz, eineder edelsten Schöpfungen jener Zeit. Regnet.
Bazzini, Antonio, berühmter Violinvirtuose,geb. 24. Nov. 1818 zu Brescia, wo er 17jährigeine Stelle als Kirchcnchor-Dirigent erhielt. Inweiteren Kreisen wurde er seit. 1842 bekannt durchseine Knnstreisen, die sich außer Italien überDeutschland, England u. Frankreich ausdehnten.Man schätzt an ihm nicht nur vollendete Technik,sondern auch werständnißinnigen Vortrag. Erschrieb Compositionen für sein Instrument, Opern(z. B. Tnrandot), Symphonien, Ouvertüren. InFlorenz, wo B. sich dauernd niederstes), gründete ereine Gesellschaft, die sich um die Verbreitung deutscherclassischerJustrumenlalmusik verdient gemacht hat.
88 , 1 ) (bb, Musik) das doppelt, also um eineganze Stufe erniedrigende Vorsetzungszeichen; auchdient bb als alphabetische Benennung des um 2Halbtöne erniedrigten Tones b. 2) Abbreviaturfür bsns bsns (d. h. optlms) sehr gut. 3) Auffranzösischen Münzen so v. w. Straßburg.
8 . 6 ., Abbreviatur für 1 ) (Mus.) 3assc> esu-tinno; 2) (Chem.) für 8alnenm oinsris.