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Boutoxe -
n. wurde kathol. Geistlicher. Er glaubte die ab-solute Bedeutung des Katholicismus dadurch zuheben, daß er lehrte, die ganze Wahrheit sei nurin der katholischen Äirchcnichre gegeben; die sichselbst überlassene Bcruuuft führe von Gott ab;denn Beruunftschlüsse allein könnten keine Gewiß-heit von Gott geben; erst durch den Glaubenkönne die Vernunft zum Wissen gelangen. DerStraßburger Bischof verwarf 1834 diese Sätze n.stellte ihnen 6 andere entgegen, die den Vernunft-glauben als Ergänzung des Offenbarnngsglanbcnshinstcllten n. letzteren für nndcmonstrirbar erklärten.Der Papst bestätigte 1834 diesen Ansspruch; B.widerrief 1835, wurde aber erst 1841 nach Ab-legung eines vollständig befriedigenden Glaubens-bekenntnisses wider in alle kanonischen Befugnisseeingesetzt und 1848 zum Obervicar der PariserDiöcese ernannt. Er schr.: Ha morale cks 1'Lvs.v-p-ile oomparee s. in moralo «iss pliilosoplies(Prcisschrift), 1827, deutsch von Geiger, Alrdorf1830, u. Oom;mres anx ciiversss sg'stemos eieinornlo, Par. 1855; I)s l'sussiFnsmsnt äs inplüivsopliis vn Vranoe au XIX. vieele, Straßb.1833; Illiilosojülis «In Lliristianisme, ebd. 1835,2 Bde.; kszmllolo^is exiivrimentals, ebd. 1839,2Bbe.; I'iiilosopkiis mor««Ie, 1842, 2 Bde; Imreligio» et In iibsrtö, Par. 1848; olirstiente<ie nos zonrs, 1859; Inr eonseieneo, 1860, 2. A.,1861; Lleelitations srw 1v8 vpltrss st iss evau-xiles ein oaieins, 1865; iilanusi «Io xllilosoplliemorale, 1866. Er übersetzte auch KrnmmachersParabeln, Par. 1821, 3. A., 1840. Löffler.-
Bantaxc, s. Bananschlag.
Mantsch (Bndissow), Stadt im österr. BezirkeStcruberg (INähren); Flachsbau und Weberei;3l00 Eni.
Bautschi, etwa 11,000 Hstein große Provinzder Fnlbe im westlichen Central-Afrika, zwiscksendenFlüssen Kadnnag, Gongola, Benne u. Quorra;gebirgig, reich an Blei, Zink u. Eisen; Haupt-stadt: Jakoba oder Garon „Bautschi.
Baust, Cappler v. Ödheim, genannt vonB.; s. Cappler.
Bansten, 1) Negiernngsbezirk im KönigreichSachsen; 2457,ofHIem(44,gLfHsM); 330,045 Ew.(worunter 24,000 Katholiken u. 49,506 Wenden)in 13 Städten, 22 Marktflecken n. 505 Dörfern;grenzt an die preußischen Provinzen Sachsen n.Schlesien, Böhmen n. den sächsischen Ncgbez. Dres-den; gebirgig südlich durch die Fortsetzung desElbsandstcin- n. Lausitzer Gebirges, nördlich ebenn. niedrig; bewässert durch die Schwarze Elster(mit dem Schwarzwasser), Spree, Pulsnitz, Neißeu. Löbaucr Wasser; von 6 verschiedenen Linien derSächsischen Staatsbahnen n. der Linie Görlitz-Zittau n. von der Berlin-Görlitzcr Bahn durch-schnitten; Boden gut (nördlich sandig, südlich stei-nig, das Innere Weizenboden); Prodncte: Ge-treide (nicht ganz ausreichend), Flachs, Buchweizen,Holz, Hansthicrc (Rindvieh, Pferde, Gänse), sehrwenig edle Mineralien; Industrie: Verfertig-ung von Leinwand (jährlich für 2—3 Mill. Thlr.Anssnhr, znn, Theit überseeisch), Damastweberei(zu Großschönan n. Zittau), Band (in Pulsnitz u.Großröhrsdorf), Tuch (Bischofswerda u. Kamenz),und andere Strumpf-, Wollen- und Holzwaare»;
- Bautzen.
Einthcilnng: in 4 Verwaltungsbezirke (B.,Zittau, Kamenz n. Löban) n. nächstdcm in LasBezirksgericht B. mit den Gerichtsäintcrn B., Bi-schofswerda, Königswartha n. Schirgiswalde, indas Bezirksgericht Kamenz mit den GerichtsämternKamenz, Königsbrllck n. Pulsnitz, in das Bezirks-gericht Löban mit den Gerichtsäintcrn Löban,Bcrnstadt, Ebersbach, Hcrrnhnt, Rcnsalza n. Wei-ßenberg, u. in das Bezirksgericht Zittau mit den Ge-richtsämtern Zittau, Großschönau, Ostritz u. Rei-chenau; Unterrichtsanstalten: in B. n. Zittaubestehen Gymnasien, in den übrigen Städten n.Dörfern ist das Volksschnlwesen gut geordnet.2) (Wendisch Bndischyn) Hauptstadt der königl.sächsischen (früheren Markgrafschaft) Oberlansitz,die 1. der Vicrstädte, rechts an der Spree u. derDresden - Görlitzer Eisenbahn; Sitz der Krcis-hauptmannschaft, des Appcllationsgerichtes, einerAmtshauptmannschaft, eines Gerichtes u. einesRentamtes; katholisches Domstift (mit Schuleu. 40 Dörfern), 2 Landschaftshäuser, Dechanei(Capitelhans), Rathhaus, die (getrennt, halb denLutheranern, halb den Katholiken gehörige) Petri-kirche, wendisch-lutherische und wendisch-katholischeKirche, 2 Hospitalkirchcn, Waisen-, Arbcils- undKrankenhäuser, Predigcrcolleginm, Gymnasium,2 Schnllehrerseminare, ein evangel. u. ein kathol.,letzteres das einzige im Königreich, eine RealschuleII. Ordnung, eine sehr gut eingerichtete Bürger-schule, eine Stifts- u. Waisenhausschnle, Industrie-schule, Handelslchranstalt, 2 Bibliotheken; Gewand-haus, Schauspielhaus, Kaserne, Schloß Ortenburg;Pulver-, Papierfabriken (die eine Acticngesellschaftbilden), Knpser-, Stahl- u. Drahthammer, Walz-werk, Eisengießerei, Maschinenbaufabrik u. Dampf-ziegclci, Streichgarnspinnerei, Lederfabrikation, Lei- ^neu- n. Strnmpfweberei; Handel, besonders mitLeinwand, Flachs-, Garn- u. Wollmärkte; Frei-manrerloge zur goldenen Mauer; ohne die Vor-stadt Scidan (mit 2507 Einw.) 13,165 Ew.,worunter etwa 1200 Katholiken. B. ist Geburtsortdes Belletristen A. G. Meißner u. des HistorikersK. W. Völliger. — B. bestand schon zu Heinrichs I.Zeit 931, wurde aber erst unter Otto I. Stadt.Markgraf Sobicslaw I. befestigte es. Hier am30. Jan. 1018 Friede zwischen dem PolenkönigBoleslaw u. Kaiser Heinrich II. u. 1350 zwischenKarlIV. ».Ludwig dem Brandenburger, wodurchLudwig seinen Ansprüchen auf die Nieder-Lausitzentsagte, dagegen Brandenburg verbürgt erhielt,(s. Brandenburg.) B. trat am 21. Aug. 1346 zudemLansitzer Sechs-Städte-Bnnde(s.u. Lausitz). 1405bis 1410 rebellirten die Bürger gegen den Rath,deshalb ließ König Wenzel 14 der Schuldigenhinrichtcn. Im Hussitenkriege litt B. viel, schlugaber 1431 einen Sturm ab. 1620 nahm es Kur-fürst Johann Georg I. von Sachsen nach vier-wöchentlicher Belagerung ein. 1633 wurde B. vonWallenstein n. 1634 von dem Kurfürsten vonSachsen erobert. Im Frieden zu Prag (1635) er-hielt Sachsen die Stadt B. mit den Lansitzen alsKriegsentschädigung. Im Siebenjährigen Kriegelitt B. bedeutend. Hier den 20. u. 21. Mai 1813Schlacht zwischen der russisch-preußischen Armeeunter Wittgenstein u. den Franzosen unter Napo-leon; Letztere Sieger; s. ».Russisch-Deutscher Krieg