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Schranken aller zu äußern und zu bethätigen — kurz: gesetz-liche Regelung aller ihrer Verhältnisse — und dadurch dieSchöpfung der Möglichkeit einer Charakterbildung desStandes, dem die große Aufgabe der Grundlegung der Er-ziehung einer großen Nation anvertraut ist und dessen Stellungder Würde dieser hohen Mission entspricht — ein Ziel, welches,solange die Welt steht, noch von keiner Nation weder erkannt,noch weniger erreicht ist. —
Würde der Verfasser, würden die Leser, trotzdem, daß sierichtig urteilen würden, wenn sie der Meinung wären, daß dieseVorschläge nicht sofort realisiert werden möchten, der Ansichtsein, daß sie als Ergebnisse eines radikal denkenden Gehirnsnach Utopien zu verweisen seien?
Wie, wenn in demselben Kopfe sich folgende Meinungen fest-gesetzt hätten?
1. Solange Deutschland nicht zu einer, alle Deutschen um-fassenden Verfassung gelangt ist, solange bleibt der Gedanke, nichtbloß an Einheit, sondern auch an Größe und Macht des Vater-landes und an die ihm gebührende Weltstellung ein Traum.
2. Solauge der deutsche Katholizismus der römische ist,seinen Schwerpunkt in Rom, also im Auslande hat, solangemuß auf inuere Stärke des deutschen Volkes verzichtet werden.
3. Solange der wesentlichste Teil der öffentlicheil Jugend-erziehung in dein Anlehren und Annehmen des spezifischenGlaubens der verschiedenen Religionsgesellschafteil erblickt wird,solange ist ans die Grundlegung national-sittlicher, praktisch-religiöser, selbständiger und freier Charaktere nicht zu rechnen.
4. Solange die vorstehenden Ansichten nicht realisiert sind,solange ist nicht nur an eine deutsche Nationalschule, sondernauch überhaupt an die Bildung der deutschen Nation in der ihrenNaturanlagen, ihrer äußereil Stellung, ihrem geschichtlichenKnlturberufe und überhaupt einer großen Zukunft entsprechendenWeise nicht zu denken.
Sind das Wahrheiten oder Jrrtümer? Wenn jene: werdensie sich sofort realisieren, selbst wenn Vergangenheit und Gegen-wart sie begünstigen sollten? Wenn diese: gehören sie darum zu